Hobbies

 
1. Notizbuch (1953), letzte Seite
Hobby/ Hobbies - ein unerschöpfliches Thema!

Mit mehr als 75 Jahren ist es Zeit, dazu etwas los zu werden. Aber wo anfangen und wann enden?

Mir fiel dabei ein Foto ein, das ich nun aber noch nicht parat habe. Dafür zeige ich ein anderes, auf dem ich dabei bin mein Fahrrad zu reparieren. Mein erstes Fahrrad noch, das ich bekam, als ich in die 7. Klasse ging. Solange musste ich zu Fuß auch zur 3,6 km entfernten Zentralschule laufen, bis zu dreimal am Tag. -
Da wurde Fahrradfahren zu meinem ersten Hobby. Und das ist es heute noch. Denn ich besitze zwar die Führerscheine seit 1963, bin aber nicht mehr als ganze 10 Stunden Auto gefahren und habe nur kurze Zeit einen Motorroller zur Verfügung gehabt.

Aus dem Fahrradfahren hat sich ein weiteres Hobby entwickelt. Denn ich habe das Fahrrad nicht nur für den Schulweg, später auf dem Weg zur Arbeit oder jetzt zum Einkaufen gebraucht, sondern als fahrbaren Untersatz, um zunächst die nähere Umgebung kennen zu lernen und dann Fahrradtouren zu machen, beispielsweise in den Harz (Foto), ins Erzgebirge oder an die Ostsee.

Und später war es üblich, wenigsten einmal im Jahr mit der Familie eine Urlaubsreise zu unternehmen, dann meistens per Bahn, ab und zu auch per Flugzeug,
Eine ganz besondere Reise war mir 1961 möglich, da ich als Student kurz vor dem Mauerbau die Erlaubnis bekam, für 6 Wochen nach Finnland zu fahren.
Mehrmals sind meine Frau und ich vor und auch noch nach der Wende in der Hohen Tatra gewesen, nach der Wende dann zum Beispiel in Italien, in Marokko und auf Teneriffa.

Wann ich damit angefangen habe, etwas per Foto fest zu halten, weiß ich nicht mehr genau. Jedenfalls nahm ich zu dem Zweck nach Finnland die Exa meiner Schwester mit, zumal ich vorher nur 13,45 Mark der DDR für die ganze Reise umtauschen durfte.
Zuerst entstanden hauptsächlich Urlaubsdias mit einer eigenen Exa. Später hatte ich noch andere Kameras, bis das digitale Zeitalter mit vielen neuen Möglichkeiten der Fotobearbeitung und Veröffentlichung begann.

Mein erstes Notizbuch ist von 1953. Also spätestens dann begann ich aufzuschreiben, was ich mir so besser merken konnte. Meine ganz unterschiedlichen Eintragungen, an sich nur für mich bestimmt, haben manchmal diejenigen belustigt, die etwas davon erfuhren.
Als ich mich um zusätzliche Rente für die erhaltene Jahresendprämie bemühte und keine anderen Nachweise mehr vorhanden waren, konnte ich mit den Eintragungen die Höhe der gezahlten Prämie glaubhaft machen.

Als ich den ersten PC anschaffte, hatte meine "Erika" ausgedient, auf der ich sogar meine Diplomarbeit geschrieben hatte, damals mit 10 Fingern blind. -
Der Computer war nicht nur für Schriftverkehr eine enorme Erleichterung. Allerdings "verhalf" er mir auch zu manchem zusätzlichen grauen Haar, leistete natürlich sehr gute Dienste, besonders 2004/5, als ich das zu Papier bringen wollte, was zum Jubiläum der Siedlung Steinfurth gedruckt vorliegen sollte. Dabei passierte es, dass plötzlich alles weg war, was einmal die ersten 45 Seiten gefüllt hatte. Zum Glück hatte ich Ausdrucke. -
Wesentlich schlimmer war, dass die Auftraggeber, denen ich mit meinen Fotos von Steinfurth und Wolfen als Ortschronist bekannt war, zu einem Jubiläum eine Chronik wollten, eine Festschrift erwarteten und, als ich fast fertig war, mein Ergebnis verwarfen, weil "nichts Politisches" drin zu finden sein sollte.
Und ich brauche Rechtsbeistand, um mein eigenes umfangreiches Material selbst herausgeben zu können.

In dem Zusammenhang habe ich mit dem Bloggen angefangen, an sich eine feine Sache, dass weltweit Fotos und Äußerungen zur Verfügung stehen können, auf die Verlass sein soll. Leider werden "Weblogs" in dem Sinn nicht einmal von den Anbietern einer Plattform ganz ernst genommen. Da sind dann Freud und Leid manchmal dicht bei einander!

Fast vergessen hätte ich das nahrhafteste Hobby, das ich an sich schon als Kind kennengelernt habe. Denn mein Vater hatte nach dem Kriege neben seiner Landarbeit und auch später noch einen Garten und erwartete ab und zu etwas Mitarbeit, die aber nicht unbedingt Spaß machte.
Anders war das schon in eigenen Gärten, nach der Büroarbeit an der frischen Luft, als Ausgleichssport mit gewissen Aussichten auf Erfolge. Daran hat sich trotz zunehmenden Alters eigentlich nicht viel geändert.

(Weitere Fotos folgen!)
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3 Kommentare
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Ulrich Kruggel aus Dessau-Roßlau | 14.07.2014 | 20:33   Melden
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Gisela Ewe aus Aschersleben | 14.07.2014 | 22:56   Melden
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Bernd Müller aus Halle (Saale) | 20.07.2014 | 22:49   Melden
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