Auge für Auge ...

Das Foto, 2011 in Jerusalem aufgenommen, habe ich hier schon gezeigt. Diesmal ist es nur Ersatz für ein anderes, das ich noch einstellen werde, wenn es geht.
Auch das zeigt israelische bewaffnete Soldaten, aber nicht in der Nähe der Klagemauer im jüdischen Teil der Jerusalemer Altstadt, sondern auf dem Tempelberg, der zum arabischen Bereich gehört und mit Felsendom und Moschee zu den wichtigsten Zentren des Islam zählt.
Sie sollen auch dort für Ruhe und Ordnung sorgen; gut und schön könnte man denken. Aber gerade an der Stelle ganz sicher ein Ärgernis, leider nur eins von so vielen im heutigen Palästina.
Die augenblickliche Situation um Gaza ist die Zuspitzung einer jahrzehntelangen Entwicklung, deren Ausgang überhaupt nicht abzusehen ist.

B. Müller fragt im Kommentar zu meinem Beitrag
http://www.mz-buergerreporter.de/abberode/hobbys/d...
nach dem Sinn eines bekannten Bibelzitats.

>Auge für Auge (hebräisch עין תּחת עין ajin tachat ajin) ist Teil eines Rechtssatzes aus dem Sefer ha-Berit (hebr. Bundesbuch) in der Tora für das Volk Israel (Ex 21,23–25 EU):
„… so sollst du geben Leben für Leben, Auge für Auge, Zahn für Zahn, Hand für Hand, Fuß für Fuß, Brandmal für Brandmal, Wunde für Wunde, Strieme für Strieme.“

Übersetzt als Auge um Auge, und oft zitiert als „Auge um Auge, Zahn um Zahn,“ wird das Teilzitat meist als Anweisung an das Opfer oder seine Vertreter aufgefasst, dem Täter Gleiches mit Gleichem „heimzuzahlen“ bzw. sein Vergehen zu sühnen („wie du mir, so ich dir“). Jedoch widerspricht der biblische Kontext dieser Auslegung.

Nach überwiegender rabbinischer und historisch-kritischer Auffassung verlangte die sogenannte Talionsformel (von lateinisch talio, "Vergeltung") einen angemessenen Schadensersatz in allen Fällen von Körperverletzung vom Täter, um die im Alten Orient verbreitete Blutrache einzudämmen und durch eine Verhältnismäßigkeit von Vergehen und Strafe abzulösen.

Beide Auslegungen haben die Rechtsgeschichte beeinflusst<
(Wikipedia)

Ob sich Israel überhaupt noch nach diesen Grundsätzen richtet, ist m. E. kaum fraglich. Aber das wäre doch wohl das nächstliegende, was zu erwarten ist!

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon stellte die Härte des Waffeneinsatzes in Frage. "Die Höhe der zivilen Verluste bringt die Frage der Verhältnismäßigkeit auf den Tisch", sagte Ban in New York. "Alle Seiten haben die Verantwortungen, die Feindseligkeiten zu beenden. Wenn die Kämpfe weitergehen, leiden zu allererst die Zivilisten. Seine Botschaft lautete: "Hört auf zu kämpfen! Und dann
setzt Euch zusammen und bringt alle Konflikte auf den Tisch."

Auch die EU sollte alle Anstrengungen im Interesse der vielen betroffenen Menschen
sofort vervielfachen!
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9 Kommentare
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Ulrich Kruggel aus Dessau-Roßlau | 29.07.2014 | 11:53   Melden
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Annette Funke aus Halle (Saale) | 29.07.2014 | 15:53   Melden
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Ulrich Kruggel aus Dessau-Roßlau | 30.07.2014 | 06:13   Melden
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Ulrich Kruggel aus Dessau-Roßlau | 30.07.2014 | 06:59   Melden
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Ulrich Kruggel aus Dessau-Roßlau | 05.08.2014 | 05:50   Melden
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Ulrich Kruggel aus Dessau-Roßlau | 06.08.2014 | 05:42   Melden
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Ulrich Kruggel aus Dessau-Roßlau | 07.08.2014 | 04:48   Melden
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Annette Funke aus Halle (Saale) | 07.08.2014 | 11:39   Melden
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Bernd Müller aus Halle (Saale) | 14.08.2014 | 12:23   Melden
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