Erfolgreich in die Raubfischsaison durchstarten

Die Raubfischsaison startet in die neue Runde. Zur Freude zahlreicher Angler, die auf hungrige und zum Teil aggressive Raubfische treffen. (Foto: pixabay.com / meinig)

Ab dem ersten Mai ist es wieder soweit: Die Raubfischsaison startet in die nächste Runde. In den meisten Bundesländern endet die Schonzeit zahlreicher Raubfisch Ende April. Gerade jetzt sind Barsch, Hecht und Zander besonders aktiv auf Beutezug. Nach dem Laichen sind die Fische hungrig und suchen aggressiv nach Nahrung. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein kapitaler Zander an den Haken geht. Um die Räuber an den Haken zu locken sind Wetter, Gewässer und Angelausrüstung entscheidend. Im folgenden Artikel erfahren Sie, wie Sie erfolgreich in die Raubfischsaison 2018 durchstarten.


Wissen wo die Fische stehen

Um Raubfische zu überlisten, müssen wir erstmal wissen, wo die Fische stehen. Wo die Raubfische anzutreffen sind, ist von vier Faktoren abhängig:

  1. Laichplatz: Nach dem Laichen, welches einmal jährlich stattfindet, verbleiben die meisten Raubfische noch ein Weilchen am Laichplatz. Hier haben wir ideale Chancen kapitale Raubfische mit Beginn der Raubfischsaison zu treffen.
  2. Angenehme Temperaturen: Auch Raubfische haben ihre Empfindlichkeiten, was die Wassertemperatur angeht. Es sollte nicht zu kalt, aber auch nicht zu warm sein. Idealerweise schwimmen die meisten Räuber in der mittleren Gewässerschicht. 
  3. Schutz vor Fressfeinden: Insbesondere kleine Raubfische, wie der Barsch, suchen vor Fressfeinden, wie der Hecht, Schutz. Den finden Sie meist in Krautfeldern oder an Unterwasserhindernissen.
  4. Nahrungsquellen: Es ist der wichtigste Faktor unter Raubfischen - das Futter. Die meisten Raubfische sind gefräßig und fressen selbst die Fische der eigenen Art. Futter gehört für Raubfische, genau wie die Fortpflanzung, die angenehmen Temperaturen und der Schutz, zum Überleben dazu.

Entsprechend der Grundlagen müssen wir wissen, wo sich die mittlere Schicht, die Laich-, Futter- und Schutzplätze der Raubfische sind. Stille und langsam fließende Gewässer besitzen drei verschiedene Gewässerschichten, bei denen sich auch die Wassertemperaturen unterschiedlich verhalten. Die mittlere Schicht, also die Sprungschicht, liegt zwischen der Tiefenschicht und dem Oberflächenwasser. Die Wassertemperaturen liegen zwischen 11°C bis 18°C. Mit einem Echolot können wir die Sprungschicht (mittlere Gewässerschicht) schnell ausfindig machen. Die Futterplätze befinden sich meist dort, wo sich kleine Weißfische schwimmen. Das sind oft Krautfelder, Seerosenfelder, an Bootsanlegestellen, am Ufer und unter Stegen. Hier lauert beispielsweise der Hecht auf seine Beute. Schutz finden die meisten Raubfische vor Fressfeinden an Unterwasserhindernissen, Krautfeldern und an überhängenden Bäumen. Raubfische, wie Barsch, Hecht und Zander brauchen Plätze mit viel Pflanzenwuchs, an denen die klebrigen Eier haften bleiben. Diese finden sie meist in Krautfeldern oder eben dort, wo die Flora unter Wasser gut ausgeprägt ist.

Umwelteinflüsse beim Raubfischangeln beachten

Raubfische mögen kein Sonnenlicht und auch bei warmen Wassertemperaturen im Sommer reagieren sie fast lethargisch. Wie sieht es also im Mai mit dem Wetter aus? Laut Wetterprognose 2018 bringt uns der Monat Mai auch in diesem Jahr milde Temperaturen von 7°C bis warmen 20°C. Die Regentage liegen zwischen 20 und 23 Tage - gute Bedingungen zum Raubfischangeln. Anfang Mai sind die Chancen auf milde Temperaturen und bewölkten Tagen noch sehr groß - ideal, um den Köder in der mittleren Gewässerschicht anzubieten. Ende Mai steigen die Temperaturen langsam weiter an, sodass wir nach Schattenplätzen an den Gewässern Ausschau halten und auch die tieferen Gewässerabschnitte abfischen sollten.

  • Hinweis: Welse sind im Mai noch nicht soweit, da sie sich mitten in der Laichzeit befinden. Hier gilt es auch darauf zu achten, wie die Schonzeiten der jeweiligen Raubfisch sind.

Tipp: Attraktive Köder für die Raubfische

Es ist nicht schwer Raubfische nach der Laichzeit nachzustellen. Sie sind jetzt gefräßiger denn je und fressen fast alles, was ihnen in die Quere kommt. Aber dennoch gibt es Ausnahmen, die einen weiten Bogen um den Köder machen. Dann ist es wichtig, einen optisch ansprechenden Köder zu wählen. Idealerweise duftet der Köder intensiv, sodass der Raubfisch seine Beute aus der Ferne wahrnehmen kann. Verschiedene Raubfischköder der Angel Domäne sind speziell für vorsichtige Raubfische ausgelegt. Zum einen sind es Blinker und Spinner, die durch ihre Bewegung unter Wasser den Räuber reizen. Aber auch Gummifische mit zusätzlichen Lockstoffen können beim Schleppangeln Hecht und Zander aufs äußerste reizen. Immer eine gute Wahl: Naturköder als Wurmbündel, Köderfisch oder Fischfetzen.


Fazit

Angler freuen sich auch dieses Jahr auf die Raubfischsaison im Mai. Die Temperaturen sind ideal und auch der Hunger der verschiedenen Raubfische ist groß. Um kapitalen Räubern nachzustellen ist es gut zu wissen, wo die Fische stehen. Das wird meist durch die Grundbedürfnisse Futter, angenehme Temperaturen, Schutz und Fortpflanzung definiert. Mit unterschiedlichen Ködern lassen sich die Raubfische an den Haken locken. Bei vorsichtigen Raubfischen können Angler ihre schweren Geschütze auffahren und bieten besonders ansprechende Kunstköder oder Naturköder an.

In diesem Sinne Petri heil für die Raubfischsaison 2018!
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