Alles schwimmt

  Endlich ist es wieder soweit! Seit Mitte April liegen wieder die Boote der Motorsportgruppe des Ruderclub Aken e.V. im Wasser. Sauber eingekrant reihen sie sich am Steg, der von den Mitgliedern eine Woche zuvor im Hafen zusammengebaut und ausgerichtet wurde. Einige Freizeitkapitäne haben den Winter genutzt für den Einbau neuer Technik, oder für Stahl- oder Tischlerarbeiten. Andere haben den Bootskörper neu gestrichen oder mussten nur Staubwischen und Auftanken. Aber alle hatten das Ziel: Fertig werden bis zum Frühling und dann raus aufs Wasser.
Unsere Stadt ist schön, gerade von der Elbe aus.
Unser „Baumeister“ Jens hat eine kleine Gruppe von Mitgliedern um sich geschart und den Spätherbst und Winter genutzt, einen alten Baucontainer zu einem Schmuckstück zu gestalten. Dank seinem Projekt und der Aufopferung seiner Mannschaft hat unser Vereinsgelände nun einen Sanitärtrakt der sich sehen lassen kann. Toiletten getrennt für Kapitänin und Kapitän, eine großzügige Dusche für Kalt- und Warmduscher und ein sehr schöner Waschtisch für die kleine oder große Renovierung stehen künftig den Mitgliedern und den Gästen unseres Vereins zur Verfügung. Das wurde auch dringend notwendig. Denn durch das Hochwasser 2013 wurde unser bisheriges Örtchen dermaßen in Mitleidenschaft gezogen, dass wir bei jedem Regenschauer und jeder Windböe Angst hatten, plötzlich ohne Dach und Wände im Freien zu thronen. Nun, wo das Schmuckstück fertig ist und ungezählte Stunden geleistet wurden, muss man anerkennend den Jungs auf die Schulter klopfen. Unsere Frauen bringen nun den letzten Zack rein, mit Blumen und viel Ambiente. Im Vorjahr hatten wir schon das Dach über die zwei Container gebaut und nun konnte die Krönung kommen. In diesem Jahr feiert unsere Motorsportgruppe ihr 55jähriges Bestehen. Mit dem neuen Sanitärraum haben wir uns ein schönes neues Detail geschaffen, wie auch vorher schon eine Terrasse mit Überdachung und an der Steganlage eine neue Wasser- und Stromversorgungsanlage. Viel hat sich getan in den letzten Jahren und wir haben allen Grund für ein zünftiges Vereinsfest. Neue Mitglieder sind zu uns gestoßen, manche alte „Seebären“ haben den Verein verlassen. Unser Hans, der mit zu den Gründern des Vereins zählt, hat in diesem Jahr sein Wassersporthobby aufgegeben und wird nun von Land aus den „Leichtmatrosen“ zeigen, was zu tun ist und wird helfen, wo er kann. Zu tun gibt es immer etwas.
Im letzten Jahr war unsere Saison ja weniger schön gelaufen. Wegen Wassermangels der Elbe kam nicht nur die Berufsschifffahrt zum Erliegen. Auch manch ein Sportfreund konnte sein Boot aus dem Urlaubsgebiet erst sehr spät im Herbst nach Hause holen, weil der Pegel einfach zu niedrig war. Manch eine gemeinsame Fahrt konnten wir deshalb nicht durchführen, wie die Hafenrundfahrten beim Stadtfest und unsere traditionellen Fahrten zum Pretziener Wehr. Notwendige Ausbaggerarbeiten im Hafen dezimierten zusätzlich unsere Steganlage bis auf einen einzigen Anleger. Um sein Boot zu erreichen, waren wahre Kletterkünste notwendig und Gäste so nicht zu empfangen. In diesem Jahr soll das wieder normal laufen. Einige Stegplätze sind noch frei und sogar Gäste haben sich bereits angemeldet. Genug Wasser für ein paar Ausfahrten hat die Elbe jetzt und jeder hofft, dass das so bleibt bis zum Urlaub. Die Planungen dafür werden schon konkreter, jeder hat da so seine Ziele. Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern sind die Favoriten, mit den Seen und Flüssen und gut ausgebauten Häfen oder die Elbe Richtung Dresden aufwärts, vorbei an den Elbauen. Es gibt viele Routen, die man noch nicht gesehen hat. Man sieht sich, vielleicht auf dem Wasser.
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