Die Sankt Georgskirche zu Plötzkau ( im ehemals Deutschlands kleinstes Fürstentum)

die Sankt Georgskirche zu Plötzkau
Im September 2014 u. jetzt im Juli 2015 habe ich diese Kirche besichtigt.

Die Kirche die auf einen Felsen steht hat eine wechselvolle Geschichte.
Wann sie erbaut wurde, kann nicht mit Sicherheit nachgewiesen werden. Es wird angenommen, dass Teile des jetzigen Kirchenbaus zu den ältesten des Landes zählen. (Erwähnung einer Kirche am jetzigen Standort schon durch Markgraf Gero ( 900-965) auch genannt Gero I. Markgraf der Ostmark). Nur Teile der Umfassung sowie der untere Teil des Querturmes erinnern noch an das einstige romanische Bauwerk.
Zeugen längst vergangener Zeiten sind im Turm die kleine Glocke mit einem Durchmesser von 60 cm aus dem XIII Jh. und die große aus dem XVI Jh. mit einen Durchmesser von 110cm. Eine dritte Glocke wurde im Verlaufe des 1. Weltkrieges vom Turm geholt u. für Munition eingeschmolzen.
1864/1865 wurde der quadratische schiefer gedeckter 36 m hohe Kirchturm auf den alten romanischen Sockel aufgesetzt, welcher auch 1866 eine neue Kirchturmuhr erhielt.
Im Juli/August 1892 wurde das alte Kirchenschiff abgerissen u. durch ein Neues ersetzt. Der kreuz gewölbte Innenraum hat die Ausstattung von 1893. Die neue Kirche wurde am 17.12.1893 geweiht.
Zu diesen Zeitpunkt war die noch heute funktionierende Orgel nicht fertig ( erbaut wurde diese von, Wilhelm Rühlmann aus Zörbig). Im Frühjahr 1894 wurde die Orgel eingebaut.
Im Altarraum befindet sich ein fürstliches Begräbnisgewölbe. Dieses musste am 25.06.1756 wegen einer daran vorzunehmenden Reparatur geöffnet werden. Aus einem Bericht des damaligen Pfarrers geht hervor, dass sich darin 5 Särge in unterschiedlichem Zustand befinden. Die Jahreszahlen 1604, 1643, 1653 u. 1683 sind zu erkennen u. auf dem einen Sarg das fürstlich anhaltinische u. das gräflich solmsche Wappen u. dann noch einmal ein Wappen mit der Überschrift Schenberg. Danach wurde die Gruft wieder zugemauert.
Drei schöne Fenster schmücken den Altarraum, sie sind Stiftungen von angesehenen Plötzkauer Bürgern.
Bei der Renovierung des Innenraumes ( 1991/1993 ) wurde die ursprüngliche Wandbemalung freigelegt u. nach den alten Mustern neu aufgebracht.

Zur Zeit kann die Kirche jeden Samstag von 16:30 bis die Glocken 18:00 erklingen, besichtigt werden.

( das geschriebene habe ich aus einem Informationsblatt aus der Kirche übernommen)
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Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 10.07.2015 | 14:01   Melden
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 10.07.2015 | 14:19   Melden
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Siegfried Behrens aus Halberstadt | 10.07.2015 | 16:16   Melden
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Hildegard Stelzig aus Sangerhausen | 10.07.2015 | 17:56   Melden
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Bernd Müller aus Halle (Saale) | 15.07.2015 | 11:31   Melden
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Ellen Röder aus Alsleben (Saale) | 15.07.2015 | 14:45   Melden
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