So kocht man bayerisch

Salat mit Hopfenspargel

Bei Hopfenspargel handelt es sich um die Wurzelsprossen des Hopfens, dessen Dolden für das berühmte bayrische Bier verwendet werden. Wegen der aufwendigen Ernte ist er in den großen Städten fast in Vergessenheit geraten. Man bekommt ihn am besten bei den Hopfenbauern selbst von Ende März bis Mitte April. Der Hopfenspargel kann für verschiedene Salate als Beilage verwendet werden. Eine einfache Variante ist Feldsalat mit Tomaten und Hopfenspargel. Er wird mit Balsamico und etwas Olivenöl angerichtet und mit frischem Schnittlauch garniert. Pfeffer und Salz nicht vergessen.

Schweinshaxn mit Sauerkraut und Semmelknödeln

Schweinshaxn sind der bayrische Ausdruck für Beine des Schweins. Sie werden in der bayrischen Küche ungepökelt im Ofen gebraten oder auch gegrillt, bis sich aus der Schwarte eine Kruste gebildet hat. Zur Verzierung wird die Schwarte häufig in den verschiedensten Varianten bis zum Fleischansatz eingeschnitten.

Das Sauerkraut wird mit Salz, Pfeffer und Kümmel in etwa zwei Tassen Wasser angesetzt und mindestens eine halbe Stunde geköchelt. Im Unterschied zu anderen deutschen Regionalküchen wird dazu eine Mehlschwitze angerichtet und dem Sauerkraut zugefügt. Dadurch ist es etwas süßer als beispielsweise das Sauerkraut im Berliner Raum.

Die Semmelknödel werden aus einem Teig hergestellt, für den harte, aber noch nicht ausgehärtete Semmeln gestückelt in warmer Milch mit Zwiebeln, Petersilie oder Schnittlauch und Ei eingelegt werden. Am Ende wird noch Salz hinzugefügt. Für etwa zwei Semmeln braucht man ein rohes Eis. Danach werden aus dem Teig kleine Kugeln geformt und in köchelndem Wasser ausgekocht.

Germknödel

Germknödel sind etwa tellerbreite, halbkugelförmige und mit Pflaumenmus gefüllte Knödel aus Hefeteig, die wegen ihrer Größe als Hauptgericht serviert werden. Sie werden gegart oder in Salzwasser gekocht. Nach dem Garen wird auf traditionelle Weise etwas flüssige Butter über den Germknödel verteilt. Anschließend wird der Knödel mit einer Mischung aus Mohn und Puderzucker garniert. Oft wird um den Germknödel warme Vanillesoße oder zerlassene Butter gegossen. Wer es mag, darf den Pflaumenmus oder Powidl, wie er in Bayern genannt wird, mit einem Schuss Rum oder den Hefeteig mit etwas abgeriebener Zitronenschale verfeinern.

Knieküchle

Knieküchle werden auch Rottnudeln oder Kiarchen genannt. Sie sind ein Schmalzgebäck, das aus Hefeteig mit oder ohne weitere Zutaten wie Rosinen geformt und in Schmalz ausgebacken wird. Eine Kugel Teig wird so ausgedrückt, dass die Knieküchle in der Mitte dünn sind und außen einen dicken Wulst haben. Angeblich wurden die Küchle früher auf dem Knie geformt. Nach dem Backen werden die Knieküchle mit Puderzucker bestreut. Doch Vorsicht – das Fett darf nicht zu heiß beim Ausbacken sein. Ideal ist es, sobald sich an einem Kochlöffel im siedenden Fett Blasen bilden. Das passende bayerische Trachten-Outfit gibt es bei trachtenwolf.de.
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