Frisches Piercing - Das ist bei der Wundheilung zu beachten

Der Vorgang des Piercens ist ein Eingriff in die 'Schutzschicht' des menschlichen Körpers. Diese absichtliche Verletzung der Haut wird von vielen Menschen aus ästhetischen Gründe gerne hingenommen. Jedoch sollten einige Risiken bedacht werden und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, um den Gang zum Piercer nicht zu bereuen und die Freude am Körperschmuck erhalten zu können. Die gepiercte Stelle wurde verletzt, was oft beim Umgang mit dieser nicht bedacht wird. Es handelt sich um eine Wunde, die Haut benötigt an dieser Stelle also eine besondere Behandlung, um abheilen zu können. Im Folgenden werden einige simple, aber effektive Maßnahmen aufgeführt.

Gründliches Waschen der Hände

Nicht nur wenn sich grober, sichtbarer Schmutz an den Händen befindet, sollten diese gewaschen werden. Milliarden von Keimen besiedeln die Haut der Hände. Gelangen diese Keime in die Wunde, können sie sich dort vermehren. Der Körper antwortet mit einer Entzündungsreaktion auf die "Eindringlinge" - die infizierte Wunde entzündet sich. Einfaches Händewaschen vor jeder Berührung der betroffenen Stelle schützt.

Mit Salzwasser spülen

Für die Pflege der Wunde ist eine Spülung mit Salzwasser zu empfehlen, die zweimal täglich durchgeführt werden sollte. Dies sollte jedoch vorsichtig geschehen. Das Salzwasser weicht die Kruste ein und fördert so die Heilung. Zudem säubert das Spülen die Wunde. Die Kruste darf nicht entfernt werden; dies würde die Heilung erheblich verzögern.

Desinfizieren

Um eventuell eingedrungene Keime abzutöten, sollte die Wunde desinfiziert werden. Auch das Desinfizieren sollte zweimal täglich erfolgen. In der Apotheke sind Wunddesinfektionsmittel (Antiseptika) erhältlich, die sich hierfür bestens eignen. Zum Auftragen bietet sich ein steriler Tupfer an, der mit dem Antiseptikum befeuchtet und dann vorsichtig auf die Wunde getupft wird.

Dinge, die Sie vermeiden sollten

In keinem Falle sollten Salben oder Cremes zum Einsatz kommen. Auch wenn der Einsatz dieser Mittel gut gemeint ist, sind sie der Wundheilung bei einem Piercing nicht zuträglich - sie können Schaden anrichten. Auch von einer alkoholischen Desinfektion sollte abgesehen werden, da diese enorm schmerzhaft ist. Aus diesem Grund sind antiseptische Präparate zu bevorzugen. Weiterhin sollte es unterlassen werden, das Piercing und die Wund allzu oft zu berühren. Dies kann die Wundheilung stören und vergrößert die Gefahr einer Infektion. Die Wunde braucht Zeit zum Abheilen. Wird der Wunde diese Zeit gelassen, hält die Freude am Piercing danach umso länger an. Die Kruste ist für die Heilung der Wunde enorm wichtig, weshalb sie nicht entfernt werden sollte. Insgesamt gilt es, eine ausreichend lange Zeit schonend mit der Wunde umzugehen und die genannten Tipps zu beherzigen. Dann steht der langanhaltenden Freude am Körperschmuck nichts im Wege.
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