28. Jahrestag der Brockenmaueröffnung

Wetterstation auf dem Brocken bei Schnee und Nebel
Braunlage: Oderbrück | Vor 28 Jahren hatten sich nach einem Aufruf des NDR tausende Wanderer aus Ost und West am Morgen des 3.12.1989 vor der Brockenmauer eingefunden. Eine Einheit des sowjetischen Geheimdienstes war zu diesem Zeitpunkt, hinter einer umfassenden Mauer auf dem Brockengipfel, stationiert. Zu den Abhöranlagen des USA Geheimdienstes auf  dem Wurmberg waren es knapp 5 km Luftlinie.  Von der innerdeutschen Grenze, an der sich der Warschauer Pakt und die NATO im Kaltem Krieg gegenüber standen, waren es nur 2 km, Gerade 4 Wochen zuvor erfolgte am 9. November die Maueröffnung in Berlin. Politisch und wirtschaftlich war es noch nicht abzusehen, wie es weiter gehen wird. Die vielen Wanderer bewiesen viel Mut als sie die Öffnung des Brockenmauertors forderten. Auch der Kommandant der sowjetischen Einheit bewies Einsicht und Mut, als er, anstatt mit militärischen Mitteln gegen die friedliche Menschenmenge vorzugehen, gegen Mittag das Tor öffnen ließ. Damit war der Brockengipfel nach fast 3 Jahrzehnten wieder frei. Es war zugleich die symbolische Wiedergeburtsstunde  für viele Harzklub Zweigvereine in der noch existierenden DDR.



Zur Erinnerung wandern seitdem alljährlich viele Zweigvereine am 3. Dezember auf den Brocken. In diesem Jahr hielt der stellvertretende Hauptwanderwart des Harzklubs, Dieter Runge aus Wernigerode, seine Begrüßungsrede. Er, der vor 28 Jahren mit dabei war, erinnerte  eindrucksvoll an die damaligen Ereignisse. Der Harzklub Quedlinburg, unter der Leitung des Wanderführers Manfred Böhm, war, wie schon so oft, bei dem diesjährigen Treffen mit dabei. Traditionell wanderten wir, bei leichten Schneefall, von Oderbrück über den Kaiserweg, den ehemaligen Patrouillenweg, den  Goetheweg und der Brockenstrasse hinauf zum Brockengipfel. Dort  oben wurden wir von Nebel und eiskalten Wind empfangen.  Leider vermisste ich bei diesem Treffen die Teilnehmer von vielen anderen  Zweigvereinen.  Nicht einen einzigen Vertreter der jüngeren Generationen konnte ich bei diesem Treffen  sehen. Ich hoffe, dass sich der zur Zeit stattfindende  Prozess der Überalterung in vielen Zweigvereinen aufhalten und umkehren lässt, damit unter anderem diese schöne Tradition noch lange gepflegt werden kann. Da trotz des nicht optimalen Wetters(Nebel,  Schneefall und eiskalten Windböen)  viele Bilder entstanden sind, werde ich ein Teil der Bilder in der Bildergalerie " Brockenwanderung vom 3.12.2017 " veröffentlichen.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Mitteldeutsche Zeitung | Erschienen am 07.12.2017
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 07.12.2017 | 07:41   Melden
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