Heute ist der Tag der Organspende

Das wusste ich bisher auch nicht, dass es nun auch so einen Tag gibt. Man liest in der Presse und hört in den Medien ja immer wieder, es gäbe zu wenige, die bereit sind, sich zu Lebzeiten mit diesem Thema zu befassen und sich für eine Spende zu entscheiden.

Vor drei Jahren lernten mein Mann und ich einen Herrn aus Magdeburg kennen. Er berichtete von seinem neuen Leben, das ihm geschenkt worden war, durch ein Herz eines anderen Menschen. Er berichtete glücklich darüber.

Menschen, die sich noch niemals mit diesem Thema beschäftigen mussten, können sich wahrscheinlich nicht vorstellen, was es bedeutet, gefragt zu werden, bereit zu sein, die Organe ihres verstorbenen Angehörigen freizugeben.

Und wenn man dann von den Mauscheleien, die bei der Vergabe gemacht worden sein sollen, hört und liest, schmerzt das besonders.

Eigentlich wollte ich dieses Thema für mich einfach nur abschließen. Aber wer kann es ermessen, was es bedeutet, sich von einem Menschen zu verabschieden, der atmet (wenn auch durch eine Maschine), aber vor allem dessen Herz schlägt.

Man kann es nicht fassen und soll sofort entscheiden. Unsere Tochter hatte einen Organspendeausweis. Das wussten aber nur wir und hätten darum nicht zustimmen müssen. Aber wir sahen es als ihren Willen, den wir zu erfüllen hatten.
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6 Kommentare
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Annette Funke aus Halle (Saale) | 03.06.2017 | 22:34   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 04.06.2017 | 00:23   Melden
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Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 04.06.2017 | 08:19   Melden
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Brunhild Schmalfuß aus Halle (Saale) | 04.06.2017 | 17:33   Melden
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Christa Mecke aus Thale | 10.07.2017 | 20:05   Melden
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