PORZELLAN von Hand bemalt...

Wandteller von Käte Lehmann bemalt...
Aschersleben: Museum | Zur derzeit im Museum Aschersleben mit viel Liebe zum Detail gestalteten

SONDERAUSSTELLUNG:

"Bekannte Unbekannte",

über fast vergessene Bürger Ascherslebens, die sich durch ihr Wirken und Engagement einen Namen gemacht haben, zählen auch

WILHELM und Käte Lehmann.

Die beiden, ein Ehepaar, das sich intensiv und berufsmäßig seit dem Jahre 1930 der Bemalung von Porzellan gewidmet hat und mir ganz besonders am Herzen liegt.

Manche Menschen lieben und sammeln Briefmarken, Münzen, Schmuck oder sogar große Geldbeträge auf ihren Konten...
Zu diesem Personenkreis haben wir, meine Frau und ich, nie gehört...

Aber beide haben wir ein Faible für Porzellan und Keramik. Für ersteres haben wir deshalb auch schon entsprechende Beträge ausgegeben.

Im Museum wird nun mit einigen Objekten dieses in sehr bescheidenen Verhältnissen lebenden Ehepaares und ihres großen handwerklichen Könnens erinnert.

Vielleicht kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie das wohl gewesen sein muss, Tag für Tag mit ruhiger Hand und Präzision bis ins hohe Alter hinein diese besonderen unverwechselbaren und farbenfrohen Muster fehlerfrei auf das Porzellan zu malen. Bei einer Temperatur von 800 °C verbrachten die kleinen Kunstwerke nach der Bemalung noch etwa drei Stunden im Brennofen, um so später der täglichen Beanspruchung entsprechend standhalten zu können.

Leider sind heute von diesen beiden Kunsthandwerkern kaum noch persönliche Daten zu finden. Umso mehr erfreut es heute noch jeden Besitzer, ein oder mehrere dieser Meisterstücke aus Lehmanns Werkstatt sein Eigen nennen zu dürfen...

Nach dem Krieg musste man als Kunde sein eigenes weißes Porzellan mitbringen, um überhaupt eine Chance zu haben, Nutznießer dieser Handmalerei zu werden.

So kann es eben passieren, dass neben der Signatur des Malers auch noch die eigentliche Porzellanmarke zu finden ist (wie auf einem der Fotos erkennbar).

Von 1930 bis 1980, dem Todesjahr von Wilhelm Lehmann, hielt dieser emsig wirkende Mann sein Geschäft in unserer Stadt ("Tie 14") geöffnet.

Seine Rente war, wie bei vielen anderen auch, knapp bemessen, so wurde bis zum Lebensende unentwegt weiter gearbeitet, uns Bürgern der Stadt natürlich zum Vorteil und zur Freude.

Alle interessierten Leser haben noch bis zum 22. Mai 2016 die Möglichkeit, sich persönlich in der Ausstellung des Museums (Markt 21) ein Bild von den dort gewürdigten Personen zu machen...

Es lohnt sich wirklich, Überraschungen sind garantiert!
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4 Kommentare
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 24.04.2016 | 16:50   Melden
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Brunhild Schmalfuß aus Halle (Saale) | 24.04.2016 | 19:53   Melden
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Gisela Ewe aus Aschersleben | 24.04.2016 | 19:59   Melden
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Peter Pannicke aus Wittenberg | 24.04.2016 | 23:08   Melden
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