Schuster bleib bei deinen Leisten

so stellt man sich einen griechischen Tempel vor
Diesen Spruch kennt wohl jeder. Wie alt mag er sein? Vielleicht stammt er aus der Zeit der Zeit der Schuhmacher-Zünfte - gegebenenfalls aus dem Mittelalter.
Hans Sachs vielleicht?


Aber weit gefehlt. Beim Lesen eines Buches über die sieben Weltwunder der Antike,

- die Pyramiden in Ägypten
- die hängenden Gärten der Semiramis
- die Zeusstatue in Olympia
- der Artemistempel in Ephesos
- das Mausoleum in Halikarnassos
- der Koloß von Rhodos
- der Leuchtturm auf der Insel Pharos

(Autor: Vojtech Zamarovský, Brockhaus Verlag 1981)

fand ich zum Beitrag über den Tempel Artemis, dass dieser Spruch schon mehr als 2000 Jahre bekannt ist.

Zamarovský beschreibt hier die Entstehung der Zeilen wie folgt:

Ein berühmter griechischer Maler mit Namen Apelles, hat vielleicht gerade in jenem Gebiet, also Kolophon oder Ephesos das Licht der Welt erblickt. Er lernte sein Metier
und wurde schließlich in Makedonien Hofmaler König Philipps und seines Sohnes Alexander. Die hohe Zeit seines Schaffens fiel in die Zeit 340 - 310 v.u.Z.

Aber er sorgte auch für seine Schüler. Indem er ein Gerücht ausstreute, er wolle die Bilder eines seiner besonders begabten Schüler aufkaufen, um es für seine auszugeben. Das beförderte den Absatz jener Werke besonders.

Die Meinung der Mächtigen, die lediglich kraft ihres Amtes seine Werke zu kritisieren sich berufen fühlten, schätze er gering aber er beherzigte gern wohlgemeinte Worte einfacher Leute.

Manche seiner Urteile sollen zu Sprichworten geworden sein, so auch das

"Schuster bleib bei deinen Leisten"



siehe auch Wagners Meistersinger
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