Wanderung zur "Kleinen Frauenkirche" in Schwenda

Kirche St. Cyriaci und Nicolai
Ich möchte es nicht versäumen von einer besonderen Wanderung des Harzklubs Quedlinburg zu berichten. Diesmal stand das Ziel der Wanderung, die Barock - Kirche St. Cyriaci und Nicolai, im Mittelpunkt. Deshalb berichte ich nur stichpunktartig von der eigentlichen Wanderung. Vom Parkplatz Auerberg ging es über der Straße der Lieder, den Sieben Wegen über die Krummschlacht zum Schwendaer Stadtweg.

Entstehungsgeschichte der Kirche

Vor der Kirche wurden wir bereits zu einer Führung erwartet. Wir waren überrascht eine derartige Kirche in dem Harzort anzutreffen. Nach einer Legende soll eine italienische Gräfin 1653 aus Dankbarkeit der Gemeinde einen hohen Geldbetrag zur Errichtung einer Kirche, nach Vorbild des Petersdom in Rom, hinterlassen haben. Die Eltern der späteren Gräfin wurden bei einem Besuch im Harz während eines Gewitters vom Blitz erschlagen. Das überlebende 1- jähriges Mädchen wurde vom Pfarrer der Schwendaer Gemeinde aufgenommen. Nach 12 Jahren kehrte sie in ihre Heimatstadt Venedig zurück.

Baugeschichte mit Beschreibung

Bereits im Jahre 1695 wurde ein Kanzelaltar von einem Stolberger Tischlermeister in Zusammenarbeit mit einem Figurenschnitzer hergestellt. Die Kirche wurde in der Zeit von 1736 bis 1738 erbaut. Die Baupläne sollen vom Erbauer der Dresdener Frauenkirche, George Bähr, stammen. Die Kirche ist ein achteckiger Rundbau mit einer Holzkuppel. Dies Kuppel ruht, wie das Dresdener Vorbild, auf acht Säulen. Die Höhe der Kirche beträgt 34 m und der Innendurchmesser 15 m. Von der orginalen Orgel ist leider nur noch das sehenswerte Orgelprospekt erhalten. Zwei umlaufende Empore vervollständigen diese Kirche. Die schöne Ausmalung der Kuppel erfolgte erst 1938 durch den Künstler Karl Völker. Ich beabsichtige, da ich Zweifel an dieser offiziellen Version habe, in einem späteren Beitrag darauf einzugehen. Als Ergänzung werde ich Bilder aus der Umgebung beifügen.

Rückkehr und Dank

Über den Stadtweg und die Holzchaussee gelangten wir zurück zum Parkplatz. Meinen Dank gilt Herrn J. Comanus der die Wanderung organisierte und durchführte.
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