Adventswanderung zur Burg Anhalt

Wandergruppe auf dem Wanderweg Konradsburg - Burg Anhalt auf Höhe der Fischteiche(Die Molle)
 
Ausgrabungsstätte Sinngrün
Der Treffpunkt für diese Wanderung des Harzklubs Falkenstein war der Gasthof "Goldene Sonne" in Pansfelde. Auf dem Wanderweg Konradsburg - Burg Anhalt, der auch durch Pansfelde führt, wanderten wir im Schwenneckental vorbei an den Fischteichen bis zu einer Forststelle die Sinngrün genannt wird.


Hier informierte uns unser Wanderführer und Archäologe, Herr Udo Muennich, über seine erst kürzlich erfolgten Ausgrabungen. Durch die Ausgrabungen konnte er einwandfrei nachweisen, dass es sich hier nicht um eine Dorfstelle, sondern um ein ehemaliges Abbaugebiet für Roteisenstein aus dem Mittelalter handelt.


Auf zum Dorf Anhalt

Nach der Besichtigung der Ausgrabungsstelle ging es weiter hinauf zur Friederikenstraße. Nach einer kurzen Rast an einer Schutzhütte wanderten wir, vorbei am Jagdhaus Rauholz, zum Forsthaus Wilhelmshof. Hier verließen wir die Friederikenstraße, die vom Gartenhaus bis nach Harzgerode führt. Vorbei an einem alten Förstergrab, welches sich mitten im Wald befindet, kamen wir zum ehemaligen Dorf Anhalt.

Dieses Dorf befand sich ca. 500 m vor unserem Ziel, der Burg Anhalt. Bereits im 15. Jahrhundert wurde dieses Dorf wüst, d. h. es wurde von seinen Bewohnern verlassen.


Ein unerwartetes Jubiläum

Bevor wir die Burg Anhalt erreichten, wurden wir auf die anläßlich des 800-jährigen Jubiläums des Landes Anhalt im Jahre 2012, aufgestellten Informationstafeln aufmerksam. Otto der Reiche, Graf von Ballenstedt, ließ die Burg anfangs des 12. Jahrhunderts errichten. Nach einer Zerstörung im Jahre 1140 wurde die Burg neu und größer von Albrecht dem Bären gebaut. Die Burg Anhalt selbst wurde bereits um 1300 nicht mehr als Wohnsitz genutzt. Vor rund hundert Jahren wurde die, inzwischen zum größten Teil, zerfallene Burg archäologisch erforscht. Diese Burg stellt die Geburtsstätte des Landes Anhalt dar. Aufgrund des Jubiläums wurde das Burggelände wieder zugänglich gemacht.


Kunst in der Mittagspause

Einige in diesem Zusammenhang aufgestellte Bänke ermöglichten es uns, unsere Mittagsverpfegung bequem einzunehmen. Zu erwähnen sind, die von einem Thalenser Künstler, an Ort und Stelle an gewachsenen Bäumen angefertigten Skulpturen. Nach einen Blick ins Selketal, zum Falkenstein und dem Meiseberg, verließen wir wieder die sich auf dem großen Hausberg befindliche Burg Anhalt. Da es keine gesicherten Unterlagen wie Zeichnungen gibt, gibt es natürlich auch unterschiedliche Modelle von der Burg Anhalt. Deshalb habe ich von drei verschiedenen Modellen der Burg Anhalt Bilder zugefügt.

Zurück ging es auf den uns nun schon bekannten Weg nach Pansfelde. Den Wanderweg Konradsburg - Pansfelde verließen wir kurzzeitig, um auf der Bauertrift einen sehr schönen Ausblick auf Pansfelde, das Schwenneckental und die umgebenden Harzberge zu genießen.

Ziel erreicht

In Pansfelde angekommen, konnten wir uns In der Goldenen Sonne, bei Kaffee und selbstgemachten Kuchen, über die vielen neuen Informationen austauschen. Bei schönen spätherbstlichen Wetter machte uns das Wandern richtig Spaß. Unser Dank gilt unserem bewährten Wanderführer Herrn Udo Muennich.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Zeitung | Erschienen am 21.12.2015
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 13.12.2015 | 07:30   Melden
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