Der Opa

Eine Geschichte, zur kalten Jahreszeit, mal nicht von mir,
aber noch nicht veröffentlicht. Mit Genehmigung des Schreibers.

Es war einmal ein Opa. Der konnte schon längst nicht mehr alles hören aber auch nicht alles sehen, na eben so wie Opas nun mal sind. Er trug eine große dunkle Brille, aber die brauchte er nur zum lesen darum trug er sie auch gerne auf dem Kopf. Da wusste er wenigstens wo sie ist, denn es ist schwer immer zu wissen wo man seine Brille hat. Dieser Opa also hatte auch eine Frau, nämlich die Oma und die hatte zwei von den Brillen, aber meistens suchte sie beide. Dann war da noch so ein kleiner süßer Fratz, was der Enkel von den beiden war. Halleluja, das war einer, der konnte beide auf Trab halten und das nicht nur bei Tage sondern auch bei Nacht.Opa war noch Berufstätig und manchmal sagten seine Kollegen,du hast ja Fußabdrücke im Gesicht.Das war dann wieder eine Nacht mit dem kleinen Racker! Aber die Hauptlast musste Oma tragen, denn Oma war die Beste (meistens), nur manchmal da war es auch Opa. Der war dann jedesmal so stolz auf den kleinen Racker. Jedenfalls hat der Opa nicht mehr so die Geduld wie die Oma und er versuchte sich immer ein bisschen aus der Affäre zu ziehen, indem er oft nach draußen verschwand. Da waren nämlich noch ein paar Hühner und ein Hahn, die mussten jeden morgen gefüttert werden. Dann musste noch der Müll raus in die Mülltonne und ein paar Küchenabfälle waren auch jeden Morgen da die mit zu den Hühnern mussten. Also wenn Opa vom Frühstückstisch aufstand dann wurde der kleine Racker immer unruhig und fragte sehr oft, Opa rausgehen Puti füttern? Puti das waren die Hühner, und er wollte dann immer mit Opa mit. Opa nahm in dann auch immer mit und sie fütterten dann gemeinsam die Hühner mit Körnern und den Abfällen. Sehr oft ging es danach in den Sandkasten, den hat Opa gebaut da konnte der kleine Racker noch gar nicht selber laufen. Nun kam aber der kalte Winter und spielen im Sandkasten war nicht mehr möglich. Aber Opa ging mit dem kleinen Fratz in seinen Schuppen wo er noch einen Rest Sand liegen hatte,. Na das war ja was, da wurde die kleine Ecke gleich zum Wintersandkasten erklärt. Von da an wurde im Schuppen gespielt, wenn die beiden ihre Arbeit erledigt hatten. In dem Schuppen gab es aber auch noch andere Sachen zu entdecken. Da waren beispielsweise viele Hölzer oder an großen Haken hingen Fahrräder und im Regal lag etwas mit Kufen. So etwas kannte der kleine Racker noch nicht . Opa erzählte ihm, das ist ein Schlitten, da kannst du dich draufsetzen und wenn es einmal schneit dann zieht Opa dich, oder wir fahren alle einen Berg runter. Da war natürlich kein Halten mehr. Jetzt musste Opa das Regal ausräumen, um an den Schlitten zu kommen und ihn mit einen Besen etwas vom Staub befreien, bevor sich der Kleine sofort darauf setzte und Opa ihn einige Meter auch ohne Schnee ziehen musste. Das war ein Spaß auch ohne Schnee. Doch der Schlitten musste erst einmal wieder ins Regal zurück. Vielleicht schneit es ja bald , waren da die Worte von Opa. Aber es war noch lange nicht so weit , also mussten die Beiden sich mit dem beschäftigen was sie hatten . Da war ja noch die große Schaukel und wenn das Wetter es erlaubte , kamen die beiden nicht an ihr vorbei , ohne das der Kleine schaukelte und Opa immer das Kribbeln im Bauch spürte und das nur vom zusehen . Jetzt geschah es aber eines Tages, dass es tatsächlich geschneit hatte und alles schön weiß war. Fast wie mit Zuckerguss übergossen. Da freuten sich alle , Oma , Opa und der kleine Racker ( Luca ). Nun hieß es für Opa Wort halten, den Schlitten raus und reinigen. Dann endlich ging es los. Der kleine Luca saß auf dem Schlitten und hielt sich ganz fest, obwohl das gar nicht nötig war, denn Opa und Oma, passten da schon auf, das es dem Kleinen gut ging. Auf ging es erst einmal in Richtung eines kleinen Wäldchens, das ganz in der Nähe lag und in dem auch einige Hügel waren. Opa musste den Schlitten ziehen und Oma passte auf, dass nichts passierte. Man kann es sich gar nicht vorstellen wie viele Menschen unterwegs sind wenn das Wetter, in der Jahreszeit passte. Also sie kamen dann auch nach einigen Minuten am Wäldchen an und schon ging es los. Hügel rauf und Hügel runter. Opa erinnerte sich an seine Kindheit, als er fast jeden Tag im Winter Schlitten fahren war, denn da gab es noch viel Schnee im Winter. An einen großen Berg, der eigentlich eine Straße war, wurde dann immer Schlitten gefahren. Da hin gingen die drei dann auch. Da war was los , meine Güte , so viele Eltern ,Kinder ,Omas und Opas. Alle wollten nur den Berg herunter fahren und Spaß haben . Das taten dann auch unsere Drei. Leider war das in diesem Winter das einzige mal, wo genügend Schnee lag, um Schlitten fahren zu können. Es wurde schon langsam dunkel, als Oma, Opa und der kleine Luca nach Hause gingen.

Reinhard Lehmann
7
Diesen Mitgliedern gefällt das:
 auf anderen WebseitenSendenMelden
13 Kommentare
6.392
Karin Wagner-Lehmann aus Aschersleben | 03.12.2014 | 10:10   Melden
7.316
Siegfried Behrens aus Halberstadt | 03.12.2014 | 10:11   Melden
6.392
Karin Wagner-Lehmann aus Aschersleben | 03.12.2014 | 10:12   Melden
6.392
Karin Wagner-Lehmann aus Aschersleben | 03.12.2014 | 16:20   Melden
11.458
Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 03.12.2014 | 19:22   Melden
6.392
Karin Wagner-Lehmann aus Aschersleben | 03.12.2014 | 19:39   Melden
11.458
Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 03.12.2014 | 19:46   Melden
6.392
Karin Wagner-Lehmann aus Aschersleben | 03.12.2014 | 19:49   Melden
5.924
Annette Funke aus Halle (Saale) | 04.12.2014 | 08:40   Melden
6.392
Karin Wagner-Lehmann aus Aschersleben | 04.12.2014 | 11:20   Melden
6.392
Karin Wagner-Lehmann aus Aschersleben | 04.12.2014 | 11:44   Melden
2.559
Roland Worch aus Aschersleben | 04.12.2014 | 13:49   Melden
6.392
Karin Wagner-Lehmann aus Aschersleben | 04.12.2014 | 15:36   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.