Die Smaragdeidechse- Deutschlands größte Eidechse

Die Smaragdeidechse ist mit ca. 35 cm die größte heimische echte Eidechse. In südlichen Gefilden erreicht sie sogar Gesamtlängen von 40 cm.
Sie kommt in Deutschland in 2 Arten vor , die westliche
( Lacerta bilineata) und östliche (Lacerta viridis) Smaragdeidechse. Beide lassen sich nur genetisch sicher unterscheiden.
Die westliche Smaragdeidechse kommt entlang der Mosel,dem südl. Rheintal sowie am Kaiserstuhl vor. Dazu gibt es es auch vereinzelte Vorkommen in Hessen. Sie bewohnt dort oftmals die Trockenmauern der Weinberge.
Die östliche Smaragdeidechse kann in Bayern bei Passau in recht großer Anzahl gefunden werden.
Eine echte Rarität stellen die Reliktvorkommen in Brandenburg dar. Die Gesamtpopulation wird auf unter 220 Tiere geschätz und ist somit akut vom Aussterben bedroht. Es gibt ein Zuchtprogramm in der Naturschutzstation Rhinluch unter der Leitung von Dr. Schneeweiß . Spenden sind gerne gesehen, die auch dem Erhalt dere letzten Brandenburger Sumpfschildkröten zugute kommen.

Smaragdeidechsen in Sachsen Anhalt ?

Die letzte Smaragdeidechse in Sachsen Anhalt wurde Ende der 70`er Jahre im Fläming gefunden. Der Lebensraum ist mit seinem sandigen Boden und dem Kiefernforst, dem in Brandenburg sehr ähnlich. Eine intensive Nachsuche blieb jedoch bisher erfolglos, sodass sie wohl in Sachsen Anhalt ausgestorben ist.

Die Smaragdeidechse wird manchmal mit männlichen Zauneidechsen verwechselt, sodass es hin und wieder zu Fehlmeldungen kommt.
So selten die Smaragdeidechse bei uns ist, so häufig ist sie z.B. in Ungarn, wo sie in erstaunlich großer Anzahl vorkommt.

Zur Nahrung zählen Insekten, Spinnen, Schnecken und in der Terrarienhaltung auch nestjunge Mäuse. Gelegentlich fressen sie auch süßes Obst. In Gefangenschaft kann sie recht zutraulich werden.
Es sei aber nochmals angemerkt, dass die Smaragdeidechse wie alle heimischen Reptilien unter strengen Schutz steht und daher keinesfalls gefangen werden darf, sondern nur aus legalen Nachzuchten erworben werden darf.
An dieser Stelle möchte ich noch auf die Website der AG Feldherpetologie aufmerksam machen, auf der anschaulich Portraits und Verbreitungskarten unserer heimischen Reptilien und Amphibien zu finden sind.
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Ellen Röder aus Alsleben (Saale) | 03.07.2014 | 09:46   Melden
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