Der Brennende Busch auf dem Hoppelberg

Diptam - Brennender Busch
Der Hoppelberg, ein Naturschutzgebiet, liegt zwischen den Ortschaften Börnecke und Langenstein. Der Besuch des Brennenden Busches stand im Focus dieser Wanderung. Von Börnecke aus, vorbei an der Kirche, wanderten wir bis zum Schwefel - Eisen - Quellteich. Der Geruch bestätigte uns den Schwefelgehalt des Teiches; die braune Farbe deutete auf den Eisengehalt (Eisenoxyd) hin. Nach einer kurzen Trinkpause gelangten wir durch blühende Streuobstwiesen zum Anfang des Hoppelberges. Von hier hatten wir einen schönen Blick auf das Blankenburger Schloss, den Regenstein und die Harzberge.

Brennender Busch

Auf dem Hoppelberg wachsen u.a. der Diptam, der Purpurblauer Steinsamen, das Knabenkraut (Orchidee), Weiße Waldhyazinte und der Weiße SchwalbenwurzFr. Der eigentümliche Geruch des Brennenden Busches leitete uns zu dem recht großem Vorkommen auf einer Waldlichtung von mehr als 1.000 m². Er ist auch unter den Namen Diptam(Dictamus - albus), Feuerpflanze und Aschwurz bekannt. Die ätherischen Öle, die bei vollem Blütenstand und höheren Temperaturen entstehen, sind brennbar. Schon Goethe soll mit dem Diptam in seinem Garten in Weimar entsprechende Experimente vorgenommen haben. Nach einer ausgiebigen Besichtigung dieser in freier Natur doch recht seltenen Pflanzenarten wanderten wir bis zu den Froschsteinen

Froschsteine und Hoppelnase

Den Grund für den ungewöhnlichen Namen wurde uns bald sichtbar. Um die höchste Stelle (308 m) des Hoppelberges - die Hoppelnase - zu erklimmen, mußten wir uns doch etwas anstrengen. Bei der Hoppelnase und den Froschsteine handelt es sich um verkieselte Sandsteine. Früher wurden auf dem Hoppelberg auch Pflastersteine in einem Steinbruch gebrochen. Unsere Mittagspause legten wir am Steinernen Tisch ein. Anschließend verließen wir den Hoppelberg um über Tönningsberg zurück nach Börnecke zu gelangen.

Tönnigsberg

Auf dem Tönningsbergweg kamen wir auch an dem Tönningsstein vorbei. Hier sollen 1537 zwei Schafhirten derartig um das Weideland gekämpft haben, dass einer der Hirten dabei verstarb. Über den Langensteiner Weg kamen wir wieder bei unseren Fahrzeugen an. Unser Dank für diese naturkundliche Wanderung geht wieder an den Wanderführer des Harzklubs Quedlinburg, Herrn Manfred Böhm.
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2 Kommentare
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Gisela Ewe aus Aschersleben | 27.05.2016 | 22:09   Melden
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 28.05.2016 | 11:01   Melden
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