Wanderung vom St. Jacobs Pilgerweg über Schusterberg zur KZ Gedenkstätte Langenstein - Zwieberge

aufbrechende Kätzchen am St. Jacobs Pilgerweg
Der Parkplatz am St. Jacobs Pilgerweg, zwischen Westerhausen und Harsleben gelegen, war Start und Ziel einer Wanderung des Harzklubs Quedlinburg. Vorbei am Großem Helmstein gelangten wir zum Schusterberg

Schusterberg

, An dem Südhang des Schusterberges blühten schon die ersten Adonisröschen. Unser nächstes Ziel war, die etwas versteckt und schwer zugängliche, Stubensandhöhle Börnecke. Hier wurde früher Sand, zur Reinigung der im vorigen Jahrhundert noch üblichen Holzdielen in den Wohnungen, gewonnen. Vorbei an einem Reitplatz gelangten wir auf den Weg, der von Börnecke vorbei an den Angelteich über die Steinsberge zum Langensteiner Weg führt. Oben am Scheitelpunkt des Berges angekommen, verließen wir diesen Weg und wanderten in nordwestlicher Richtung zum Tönnigsberg. Hier informierte uns eine Tafel über die Geschichte von den zwei Hirten. Ein Gedenkstein mit der Jahreszahl 1535 erinnert an den tödlichen Kampf den die zwei Hirten austrugen. Über den Harzweg, der vom DB Haltepunkt Börnecke vorbei am Gläsernen Mönch nach Halberstadt führt, ging es den Hoppelberg hinunter.

KZ Gedenkstätte Langenstein - Zwieberge

Im Tal angekommen, wanderten wir in östlicher Richtung weiter, bis wir auf die KZ Gedenkstätte Langenstein - Zwieberge trafen. Hier handelt es sich um ein Außenlager des KZ Buchenwald. Über 7.000 Häftlinge wurden gezwungen, in den Halberstädter Thekenbergen, ein unterirdisches Stollensystem anzulegen. Das Ziel war eine unterirdische Rüstungeproduktion aufzubauen. Dies alles geschah in der Zeit von April 1944 bis zur Evakuierung des Lagers im April 1945. In meinem Bericht über die Wanderung von Spiegelsberge über Medingschanze, Melachit ...... bin ich schon kurz darauf eingegangen. Rund drei Viertel der Häftlinge sind durch die fürchterlichen Bedingungen bei der Arbeit, durch Hinrichtungen und den Todesmarsch bei der Auflösung des Lagers, umgekommen. Dieser Todesmarsch führte auch in der Nähe von Aschersleben, meiner Heimatstadt, vorbei. In dem KZ gab es auch ein sogenanntes Junkerslager. Die hier untergebrachten Häftlinge mussten u.a. auch in den Junkerswerken in Aschersleben arbeiten. Sie sollten später in der neu gegründeten Malachit AG, einem Zweigbetrieb der Junkerswerke, in den neu geschaffenen unterirdischen Rüstungsbetrieb, weiter arbeiten. Neben den Massengräbern und der Hinrichtungsstätte hat mich besonders berührt, dass ein Häftling lebendig begraben wurde. Es war für mich schon ein Erlebnis diese KZ Gedenkstätte erstmals zu besuchen.

Rückweg

Nach dem Besuch dieser KZ Gedenkstätte wanderten wir auf dem Langensteiner Weg, der ein Teil des St. Jacobs Pilgerweg ist, zurück zum Parkplatz. Für mich war es eine schöne und zugleich nachdenkliche Wanderung. Unser Dank gilt unseren Wanderführer Manfred Böhm.
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