Wanderung von Grillenberg über Wildenstall zum Wetterofen

Backofen im Luftkurort Grillenberg
Am Parkplatz des Waldbades Grillenberg begann, bei schönem Winterwetter, die Wanderung des Harzklubs Quedlinburg. Der erste Anlaufpunkt der Wanderung war der Informationspunkt im Luftkurort Grillenberg. Hier erläuterte uns unser Wanderführer, Herr M. Böhm, auf der großen Übersichtskarte den geplanten Verlauf der Wanderung. Der Rundweg, den wir benutzten, wird mit einer Strecke von 14,2 km ausgewiesen. Im Hohesteintal wanderten wir, immer den plätschernden Bach in Sicht- und Hörweite, hinauf zu einem Höhenweg. Bevor wir den Höhenweg erreichten, kamen wir an drei interessanten Stellen vorbei. Die erste Stelle war ein ehemaliger Stolleneingang? mit dem seltsamen Namen Guxloch. Der zweite Halt erfolgte an der Gangloffeiche. Im 19. Jahrhundert war Gangloff ein im Harz bekannter, und bei der armen Landbevölkerug, ein beliebter Wilddieb. Das Försterkreuz war unser letztes Ziel im Hohesteintal. An dieser Stelle hatte sich der Förster Letz im Jahre 1847 erschossen.

Wildenstall

Auf dem Höhenweg gelangten wir zum "Wildenstall". Hier handelt es sich um ein ehemaliges Forsthaus. Nach einem Umbau wird es seit 1998 als Jugendwaldheim benutzt.

Kunstteich

Nach einer kurzen Strecke auf dem Höhenweg führte uns der Rundweg durch das Ziegeltal zum Kunstteich. Hier legten wir eine Mittagspause ein. Der Kunstteich diente von 1778 bis 1880 zur Versorgung der Maschinenanlagen des zur Kupferhütte Sangerhausen gehörenden Carolusschachtes. Heute dient der Stausee dem Hochwasserschutz, dem Fischereibetrieb und der Naherholung.

Wetterofen

Auf dem Karstwanderweg, der auch als Bergbaulehrpfad angelegt ist, gelangten wir nach Wettelrode. Von hier konnten wir die Sangerhäuser Abraumhalde "Hohe Linde" gut erkennen. Auf einer Anhöhe waren einige Relikte aus früheren Jahrhunderten des Kupferschieferbaus ansehen. Neben dem Modell eines Pochwerkes war auch der Originalstandort eines Wetterofens zu sehen. Nachdem der Kupferschieferabbau nicht mehr im Tagebau erfolgte, mussten die Schächte, in denen jetzt der Abbau erfolgte, belüftet werden. Die zur Verbrennung in dem Wetterofen notwendige Luft (Wetter) wurde über einen alten Schacht aus einer Tiefe von 50 - 100 Metern angesaugt und somit eine Wetterbewegung ausgelöst. Nachdem wir uns dort ausgiebig informiert hatten, kamen wir über der Karstwanderweg zurück nach Grillenberg.

Grillenburg

Jetzt ging es über einen leichten Anstieg zur Burgruine Grillenburg. Die Burg ist bereits seit Anfang des 17. Jahrhundert verfallen. Nach der Besichtigung der noch reichlich vorhandenen Mauerreste führte uns der Rundweg zurück zum Parkplatz. Auf dieser Wanderung bestand die Möglichkeit gleich 3 Stempelstellen für die Harzer Wandernadel anzusteuern. Ein Dankeschön geht an unseren Wanderführer, Herrn Manfred Böhm, der uns diese schöne Wanderung ermöglichte.
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Gisela Ewe aus Aschersleben | 03.03.2016 | 20:06   Melden
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