Wanderung von Ilsenburg durch das Ilsetal zur Plessenburg

Prinzess Ilse - Quelle
Vom Wandertreff "Am Blochhauer" in Ilsenburg ging die Wanderung des Harzklubs Quedlinburg, unter der bewährten Führung durch Herrn M. Boehm, los. Hier beginnt auch der Heinrich - Heine - Wanderweg, der durch das Ilsetal zum Brocken führt. Der erste Haltepunkt unserer Wanderung war die Prinzess Ilse - Quelle. Früher wurde das Quellwasser von hier durch eine Rohrleitung zu einer Mineralwasserfabrik geleitet. Weiter auf dem Heinrich - Heine - Weg kamen wir zum Zanthier - Platz. Der verdienstvolle Oberforstmann gründete bereits 1764 die erste forstliche Lehrausbildung in Deutschland. Gegenüber dem Zanthier - Platz befindet sich der Ilsestein mit seinem Gipfelkreuz. Bis zur Abzweigung zur Plessenburg wanderten wir im wild romantischem Ilsetal weiter.

Auf dem engen Fahrweg tauchte plötzlich ein Bus der Linie 288 auf. Dieser Linienbus fährt 3- mal wöchentlich, außer im Winterhalbjahr, von Wernigerode über Ilsenburg zur Plessenburg.

Den Fahr - und Wanderweg zur Plessenburg verließen wir in südlicher Richtung, um über den Schmuckbruchweg und dem Schindelstieg zum Ferdinandstein zu kommen. Hier schoss 1788 der Graf Ferdinand zu Stolberg und Wernigerode einen Wolf.

Nach kurzer Rast unterhalb des Wolfsberges gelangten wir zum Waldgasthof Plessenburg. Von einem Herrn von Pleß wurde 1776 die Plessenburg als Jagdhaus errichtet. Bereits seit vielen Jahren ist das Haus für seine Gastlichkeit bekannt.

Nachdem wir uns hier ausgiebig gestärkt hatten, ging es über dem Rundweg mit dem "Gelben Punkt" zurück nach Ilsenburg. Auf unserer Wanderung war erstmals der Brocken zu sehen. Am Halberstädter Berg hatten wir dagegen eine freie Sicht auf das Harzvorland.

Erwähnugswert sind die noch vorhandenen Spuren von den Köhlermeilern. Sie versorgten die Ilsenburger Hütten mit Holzkohle. Die Holzkohle wurde zur Erschmelzung des im Harz abgebauten Eisenerz benötigt. Im Jahr 1901 waren noch 355 Meiler im Raum Ilsenburg vorhanden.

Sehenswert ist in Ilsenburg, die etwas versteckt auf dem alten Kreuzfriedhof befindliche, Kreuzigungsgruppe. Sie wurde 1866 aus Zink in München gegossen.
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