Wanderung von Königshütte über die Königsburg zum Mandelholz - Stausee

Empfangshexe in Königshütte
Zu einer Wanderung mit Start in Königshütte hatte der Harzklub Quedlinburg eingeladen. Der leichte Regen, der uns bereits bei der Abfahrt begleitete, wandelte sich allmählich, je mehr wir uns Königshütte näherten, in einen heftigen Schneefall um. In Königshütte wurden wir mit einer geschlossenen Schneedecke, verbunden mit Nebel und Schneeregen, empfangen. Es waren nicht die idealen Bedingungen für eine Wanderung. Auch zum Fotografieren waren die Bedingungen nicht gerade gut. Die geplante Herbstwanderung hatte sich in eine Winterwanderung verwandelt. Wir ließen uns aber nicht vom Wetter entmutigen und wanderten auf dem Hexenstieg hurtig voran.

Am Eingang zum Hexenstieg wurden wir von einer Hexe, allerdings nur rein optisch, begrüßt. Zu einem Abstecher zur Königsburg auch Burg Königshof genannt, verließen wir den Hexenstieg. Die Burg liegt unmittelbar über dem Ort Königshütte. Die Burgruine machte einen gepflegten Eindruck, obwohl sie schon im 16. Jahrhundert von ihren Besitzern verlassen wurde.

Jetzt ging es wieder hinunter zum Hexenstieg. Zum Bodezusammenfluß war es nicht mehr weit. Dort trifft die kalte Bode, die vom Brockenfeld über Elend nach Königshütte fließt, mit der warmen Bode zusammen. Diese hat ihre Quelle in Nähe von Braunlage und kommt über Tanne zum Bodezusammenfluß. Der vereinigte Fluss wird jetzt nur noch Bode genannt. Die Bode fließt durch eine Überleitungssperre über Elbingerode und Rübeland zur Wendefurter Talsperre. In der Überleitungssperre wird ein Teil des Bodewassers durch einen unterirdischen Stollen zur Rappbodetalsperre abgeleitet.

Über einer sehr leicht gebauten Brücke ging unsere Wanderung zu unserem nächsten Ziel, den Königshütter Wasserfall. Dieser machte aufgrund von Wassermangel seinem Namen keine Ehre. Der Ort Königshütte ist übrigens erst im Jahr 1936, durch den Zusammenschluß der Orte Rothehütte und Königshof, entstanden. Nach einer kurzen Rast am Wasserfall ging es im Tal der kalten Bode zur Staumauer des Hochwasserrückhaltebeckens.

Dieses Schutzbecken wird auch Mandelholz - Stausee genannt. Auch hier war der Wassermangel deutlich sichtbar. An der Südseite des Stausees wanderten wir in Richtung Elend. Auf Höhe der beliebten Gaststätte Mandelholz verließen wir das Tal der kalten Bode. Über einen leichten Anstieg erreichten wir den Kammweg. Nach einer letzten Rastpause ging es zurück zu unserem Ausgangspukt, dem Parkplatz Königshütte. Es war trotz der ungünstigen Wetterbedingungen wieder eine gelungene Wanderung. Mein Dank gilt wiederum unserem Wanderführer, Herr M. Boehm, der uns souverän auf dieser winterlichen Wanderung führte.
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Roland Worch aus Aschersleben | 17.10.2015 | 06:57   Melden
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