Wanderung von Rübeland zum Präzeptorklippe in der Rappbodetalsperre

Figurenbeute für Bienen
Der Harzklub Quedlinburg hatte zu einer herbstlichen Wanderung zur Susenburg eingeladen. Es kam aber völlig anders. Dazu später. Der Treffpunkt zur Wanderung war diesmal der Parkplatz am Friedhof von Rübeland. Der Friedhof befindet sich oberhalb von Rübeland mitten im Wald. Da noch etwas Zeit war, besuchte ich schnell noch den Friedhof. Hier fiel mir ein gepflegter Gedenkstein für die Opfer einer Explosion im Rübeländer Pulverwerk aus dem Jahre 1918 auf.

Durch teilweisen starker Nebel und immer wieder Sonnenschein war das Wetter sehr abwechslungsreich.Unser erstes Ziel war der Aussichtspunkt Hoher Keef. Auf dem Weg zum Aussichtspukt kamen wir an einen hölzernen Bären vorbei. Dieser Bär stellt eine Figurenbeute für Wildbienen dar. Solche Figurenbeuten wurden bereits im 18. Jahrhundert verwendet und werden als Bienotel bezeichnet. Ein Freundeskreis, die Harzritter, aus Blankenburg widmen sich dankenderweise der Aufgabe solche Bienenotels zu erschaffen und zu erhalten.

Nachdem wir den Hohen Keef erreicht hatten, mußten wir feststellen, dass durch dichten Nebel im Bodetal Rübeland nur schemenhaft zu erkennen war. Normalerweise ist es kein Problem von hier hinunter ins Bodetal zu schauen, ja der Brocken ist normalerweise von hier gut sichtbar.

Wir ließen uns davon aber nicht stören und wanderten weiter zur Burgruine Birkenfeld. Diese Burg war bereits im 17. Jahrhundert von ihren Bewohnern verlassen worden. Unterhalb der Burg hat sich die Schützengesellschaft Rübeland e. V. eingerichtet.

Hinter dem Friedhof kamen wir nun auf den Harzer - Hexen - Stieg. Der nächste Zwischenstopp erfolgte an der "Tiefe Sitte". Von hier kann man das Rübeländer Kalksteinwerk sehen. Auf dem Hexen - Stieg ging es weiter zur Pastorenquelle.

Von hier aus sollte es nun weiter entlang der Überleitungsperre zu unserem Ziel, der Burgruine Susenburg, gehen. An einer Wegkreuzung wurden wir von einem abgesperrten Weg überrascht. Aufgrund einer Jagd war dieser und auch andere Wege gesperrt. In der Ferne waren zudem Schüsse wahrnehmbar. Unser Ziel war für heute unerreichbar. Für unserem bewährten Wanderleiter Herrn M. Boehm war es kein Problem aus dem Stegreif eine neue Wanderroute zu zaubern.

Über "Die Lange" ging es nun weiter zur Präzeptorklippe. Diese Klippe befindet sich durch die Flutung der Rappbodetalsperre jetzt mitten im Stausee. Für uns und andere Wanderer also nicht erreichbar. Da die Sicht wieder durch Nebel beeinträchtigt war, konnten wir die Klippe kaum erkennen.

Nach einer ausgiebigen Pause am Stausee machten wir uns wieder zurück zur "Die Lange". Diese "Lange" stellt eine Wasserscheide zwischen der Rappbode und der Bode dar. An einer Wegkreuzung trennten wir uns von diesem Weg und wanderten in Richtung Neuwerk weiter. Oberhalb des im Bodetal liegendem Ortes wanderten wir über eine großen Schleife zurück zu unserem Parkplatz. Es war, trotzdem wir unser Ziel nicht erreichen konnten, dank der Ortskenntnisse unseres Wanderführes, eine schöne Wanderung.
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