Wanderung von Wettelrode über die Hohe Linde, Moltkewarte zum Wetterofen

Abraumhalde Hohe Linde
Der Parklatz des Besucherbergwerks Wettelrode war der Treffpunkt zur Wanderung des Harzklubs Falkenstein. Nach der Begrüßung der Wanderfreude durch den Wanderführer, Herrn U. Münnich, ging es durch dem Ort Lengenfeld zur Abraumhalde Hohe Linde. Hier wird der Abraum gelagert, der in der Zeit von 1951 - 1990, bei der Förderung von Kupferschiefer im Sangerhäuser Thomas - Münzer - Schacht, enstand.Die Höhe der Halde beträgt ca. 145 m.

Moltkewarte

Das nächste Ziel war die auf dem großem Schösschenkopf befindliche Moltkewarte. Zu Ehren des bereits 1891 verstorbenen Generalfeldmarschalls Hellmuth von Moltke wurde die neu erbaute Warte am 03.07.1903 nach seinen Namen benannt. Nach einer Pause ging es hinunter zum kleinen Schlösschenkopf. Hier ist noch eine alte Wallanlage erkennbar.

Engelsburg

Weiter ging es hinunter zum ehemaligen Gut Engelsburg. An dieser Stelle war einst der Ort Brechtewende angesiedelt, der bereits im 15. Jahrhundert wüst war. Das Gut Engelsburg nach seinen einstigen Besitzer Engel benannt, exestierte noch bis zur Wende.

Karstwanderweg

Nach einem leichten Anstieg kamen zur Mooskammer. Dieses bergige Waldstück hat seinen Namen nach den vorhandenen Mooren. Entsprechend nass und damit schwer begehbar waren die Wege. Unten im Tal angekommen, kamen wir auf dem Karstwanderweg an Abraumhalden aus dem 12. Jahrhundert vorbei. Bis zur Vereinigung mit dem Bergbaulehrpfad wanderten wir auf dem Karstwanderweg weiter. Auf dem Bergbaulehrpfad kamen wir an zahlreichen Lehrtafeln vorbei. Unser Wanderführer gab uns anhand dieser Tafeln einen kleinen Einblick in die geologischen Besonderheiten des Südharzes.

Kunstteich

Unser nächstes Ziel war der Kunstteich. Dieser Kunstteich diente zur Versorgung der Maschinenanlagen, des zur Kupferhütte Sangerhausen gehörigen Carolusschacht, mit Wasserenergie. Auf sogenanten Kunstgräben wurde das Wasser zu den Verbrauchern geleitet. Solche, noch voll funktionsfähige, Kunstgräben kann man im "Oberharzer Wasserregal" besichtigen. Damit die Energieverluste gering blieben, wurden die Wassergräben mit ganz geringem Gefälle angelegt. Heute dient der Kunstteich dem Hochwasserschutz, der Fischerei und der Naherholung mit Badebetrieb im Sommer.

Wetterofen

Auf dem Bergbaulehrpfad gelangten wir zum Freiluftbergwerksmuseum Wettelrode. Neben dem Modell eines Pochwerkes, zur Zerkleinerung des gewonnenen Erzes, war unter anderem auch der Orginalstandort eines Wetterofens zu sehen. Nachdem der Kupferschieferabbau nicht mehr im Tagebau erfolgen konnte, mussten die Schächte in denen jetzt der Abbau erfolgte, belüftet werden. Die zur Verbrennung von Holz in dem Wetterofen benötigte Luft (Wetter) wurde aus einer Tiefe von 50 - 100 Metern angegesaugt. Dadurch wurde die notwendige Luftbewegung ausgelöst. Nachdem wir das Freiluftmuseum verlassen hatten, ging es vorbei am Besucherbergwerk Röhringschacht, zurück zum Parkplatz. Bei Herrn Udo Münnich möchte ich mich für die schöne und lehrreiche Wanderung bedanken.
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