Harzer Grenzweg - Wanderung vom Jägerfleck zur Stiefmutter

Braunlage: Hohegeiß | Die diesjährige Grenzwegwanderung des Harzklubs Quedlinburg begann am Parkplatz Jägerfleck. Dieser Parkplatz befindet sich an der B4, von Rothesütte kommend in Richtung Hohegeiß, etwa 800 m nach dem Abzweig nach Benneckenstein, auf der linken Seite. Nach der Begrüßung durch den Wanderleiter überquerten wir die B4 um nach 100 m zu dem 3 -Länderstein aus dem Jahre 1759 zu gelangen. Im 19. Jahrhundert waren es die "Länder" Herzogstum Braunschweig, Königsreich Preußen und das Gräflich - Wernigeröder Forstgebiet, die hier zusammen trafen. Nach dem 2. Weltkrieg befand sich hier, bis zum November 1989, die innerdeutsche Grenze.Sie war aber auch zugleich auch die Grenze, die Europa in Ost und West teilte.Heute treffen die Bundesländer Niedersachsen, Thüringen und Sachsen - Anhalt an dieser Stelle zusammen. In dem Bereich der innerdeutschen Grenze hat sich in den Jahrzehnten der Trennung in dem fast menschenleeren Korridor ein Rückzugsort für Fauna und Flora gebildet - das "Grüne Band Deutschland". Auf diesem Grünen Band wanderten wir, vorbei an dem ehemaligen Botho Schacht, zu einer großen Waldwiese, den Ehrenplan. Hier machten wir an der Sülzhayner Hütte eine erste Pause. Weiter ging es auf dem Harzer Grenzweg. Dieser Grenzweg hat eine Länge von fast 100 km - er beginnt in Stapelburg und endet in Walkenried - und verläuft in unmittelbarer Nähe zur innerdeutschen Grenze. Er ist Bestandteil des Grünen Bandes Deutschlands.

Sülzhayner Blick, Schwangere Jungfrau, Wendeleiche, 2 - Länder- Eiche und Stiefmutter

Auf diesem Weg kamen wir, vorbei an vielen alten Grenzsteinen, zum Sülzhayner Blick. Von dieser Stelle hat man einen schönen Blick auf Sülzhayn und den Harzbergen. Der nächste Halt war die "Schwangeren Jungfrau". Es gibt mehere Sagen, wie der Ort und der dazugehörige Stein zu diesem ungewöhnlichem Namen gekommen sind. Weiter ging es auf dem Grenzweg, der hier die Länder Thüringen und Niedersachsen trennt, zur Wendeleiche. Von hier aus ging es in westlicher Richtung weiter bis zur Zwei - Länder - Eiche. Diese Eiche steht direkt auf der Grenze. Da er zwei auseinander ragende Stämme besitzt, gehört ein Stamm zu Thüringen und der andere Stamm zu Niedersachsen. Nach einer kurzen Pause wanderten wir wieder auf dem Grenzweg, bis kurz vor der Wendeleiche, zurück. Hier verließen wir den Grenzweg um zur "Stiefmutter" zu gelangen. Von der Schutzhütte Stiefmutter, hier hatten wir einen schönen Ausblick auf das Elsbachtal, ging es den Langen Berg hinauf bis zum Ehrenplan. Über den Großen Ehrenberg gelangten wir vom Ehrenplan wieder zum Jägerfleck. Auf dieser ca. 12 km langen Wanderstrecke kamen wir an 3 Stempelstellen und einer Sonderstempelstelle vorbei. Ein Dankeschön geht wieder an unseren Wanderleiter, Manfred Böhm, für diese schöne lehrreiche Wanderung.
1
3
Diesen Mitgliedern gefällt das:
 auf anderen WebseitenSendenMelden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.