Langenstein, Delphin, Hoppelnase, Diptam, Altenburg, Waserhöhle, Wohnhöhle

Harley-Davidson auf einem Dach in Langenstein
 
Blick von der Altenburg auf Langestein

Diese Begriffe gehören zu einer Wanderung des Harzklubs Quedlinburg. In Langenstein, zwischen Blankenburg und Halberstadt gelegen, begann in der Schäfergasse unsere Wanderung. Auf einem schmalen Wanderpfad ging es bergauf zu dem Felsstein, dem das Tal seinen Namen verdankt, das Arschkerbental. Viele der dort vorkommenden einzelnen Felssteine haben die Fantasie früherer Generationen angeregt, sodass viele Felssteine einen Namen erhielten. So gibt es den Delphin, das Wildschwein, die Froschsteine, das Gehirn um nur einige zu nennen. Bis zur Kirschwiese ging es im Arschkerbental weiter bergauf. An der Kirschwiese, an einer Wegkreuzung gelegen, legten wir eine Verschnaufpause ein. Gleichzeitig konnten wir uns an der schönen Aussicht auf de Harzberge erfreuen. Von diese Kreuzung führt aber auch ein Weg zu der nahe gelegenen KZ - Mahn - und Gedenkstätte Langenstein - Zwieberge. In früheren Wanderberichten bin ich schon auf dieses schlimme Kapitel unser Geschichte eingegangen.

Hoppelnase und Diptam

Unser nächstes Ziel war der Hoppelberg mit einer Höhe von 309 m. Oben auf dem Hoppelberg befindet sich ein größerer Sandsteinfelsen - die Hoppelnase. Von dort hatten wir einen schönen Ausblick auf Halberstadt. Nun ging es hinunter in das Naturschutzgebiet Hoppelberg. Hier konnten wir ein größeres Vorkommen von blühenden Diptam bestaunen. Der Diptam wird auch brennender Busch genannt, da er bei höheren Temperaturen brennbare ätherische Gase verbreitet.

Steinerner Tisch, Siemensstein, Altenburg, Wasserhöhle, Wohnhöhle

Nachdem wir uns ausgiebig an dem Diptam erfreut hatten, ging es wieder zurück in Richtung Langenstein. Vorbei am Steinernen Tisch, hier nahm ein Gutsbesitzer aus Langenstein, wenn er auf der Jagd war, seine Mahlzeiten ein, kamen wir wieder zur Kirchwiese. Dort nahmen wir unsere Rucksackverpflegung ein. Anschließend wanderten wir zur Altenburg. Direkt an dem Wanderweg befindet sich der Siemensstein. Der Siemensstein ist der Grabstein für die im Jahre 1816 verstorbene Ehefrau des Gutspächters Siemens aus Langenstein. Bis zur Altenburg waren es dann nur noch wenige Schritte. Über eine Stahltreppe gelangten wir auf die Altenburg, einem Sandsteinfelsplateau. Im Jahre 1177 errichtete ein Bischof Ulrich auf diesem Bergfelsen eine Bischofsresidenz, die bis 1653 Bestand hatte. Danach wurde die Burg- Residenz total abgerissen, sodass keinerlei Spuren von der Residenz mehr zu finden sind. Von der Altenburg hat man einen wunderbaren 360° Panoramarundblick. Leider war die Fernsicht an diesem Tage nicht optimal. Auf der Altenburg befinden sich, wie auch auf der nahe gelegenen Burg Regenstein, viele Höhlen. Eine Höhle auf der Altenburg wurde für einen Hochbehälter (40m³) zur Wasserversorgung von Langenstein genutzt. Eine andere Höhle mit der Adresse Langer Stein Nr. 11 wurde bis 1916 als Wohnhöhle benutzt. Weitere zehn Felswohnungen, die liebevoll von einem Freundeskreis restauriert wurden, befinden sich in Langenstein auf dem Schäferberg. Nach ca. 10 km kamen wir wieder wohlbehalten am Parkplatz an. An dieser Stelle geht mein Dank an unseren unermüdlichen Wanderleiter, der uns wieder eine sehr schöne und zugleich interessante Wanderung ermöglichte.
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 18.06.2017 | 15:54   Melden
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