Verlassene Innenstädte, was tun!

Aschersleben: Innenstadt | Das Geld im NiemandslandSo machen die Geschäfte in den Städten zu

Genau so ein Problem gibt es in unserer Stadt. Vor einigen Wochen hatte ich bei der Redaktion der
Sendung "MDR ab Vier" angeregt, sich diesem Thema zu widmen. Was auch geschehen ist. Zu Wort kamen ein bekannter Modehändler, er ist seit 30 Jahren in der Breiten Straße ansässig und der Oberbürgermeister unserer Stadt.

Da ich selbst bis zum Rentenbeginn ein Geschäft hatte, ist es mir möglich mitzureden.
Mit meinem Medizintechnik-Fachhandel war ich nicht, auf die sogenannte Laufkundschaft angewiesen.
Aber heute, so höre ich, auch hier wird nun im Internet oder über Katalog bestellt.

Aber hat man einmal die Folgen für die Umwelt betrachtet. Ware soll so schnell wie möglich den Kunden erreichen, oft von Tag zu Tag. Also werden jede Nacht unzählige Lastkraftwagen in ganz Deutschland auf die Autobahnen geschickt, es wird umgeladen und überall begegnet man im Stadtbild am Morgen dann die Kleintransporter.
Wieviel CO² wird in die Luft geblasen? Das kann man weiterführen, hat jemand schon einmal ausgerechnet, wer am Ende die Zeche zahlt? Natürlich wird man sagen, auch die Läden in der Innenstädten müssen beliefert werden, aber doch wahrscheinlich in größeren Gebinden und nicht jede Kleinigkeit einzeln.

Allerdings muss ich gestehen, vor ein paar Wochen habe ich mir bei einem bekannten Internethändler Baumbindeband bestellt.
Und das kam so, dasselbe Band hätte ich auch in einem Baumarkt bekommen in Abschnitten von 3 m zu einem Preis von 1,99 Euro. Da ich schon einmal eine 50m Rolle erworben hatte, war das mir natürlich viel zu teuer und wie viel Abfall mir dann entsteht, wenn man verschiedene Längen braucht. Also schaute ich ins Netz und siehe da, für 50 m wollte man 7,69 Euro haben und versandkostenfrei. Wer kann mir verdenken, da zuzugreifen?

Besondere Fachgeschäfte sollten in einem Stadtzentrum zu finden sei. Ich möchte einen guten Modemarkt, eine Boutique, das Porzellan-Geschäft, den Uhrenhändler, Geschäfte für Dekorationsartikel, Schuhe und vieles mehr nicht missen.
Denn das Erlebnis in einer Stadt einzukaufen, zu bummeln und dann vielleicht einen Kaffee zu genießen oder das Eis im Straßencafé, das ist nicht im Internet zu haben.

Aber verödet die Stadt, dann wird es eines Tages auch den Stadtbummel verbunden mit einem Cafe-Besuch nicht mehr geben, denn auch die werden schließen müssen.

Wir alle sollten gut überlegen, wo wir einkaufen und wo wir Prioritäten setzen.
Und ich denke und hoffe, mit dem Konzept in unserer Stadt, nämlich der Verschönerung gerade der Innenstadt, wird ein guter Weg gefunden werden um unsere City attraktiv zu gestalten.
Mit der Ausrichtung der Landesgartenschau 2010, nämlich eine Schau beinahe in der Mitte der Stadt zu haben, ist ein guter Schritt gemacht worden. Unsere Stadt hat sehr viel an Attraktivität gewonnen. Und heute, vier Jahre nach diesem Ereignis stelle ich fest, Blumen haben Einzug in unsere Straßen genommen. Aber Blumenkästen an Hausfassaden sind mir noch zu selten.

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