VfB gibt doppelte 8-Tore-Führung noch aus der Hand

  VfB Bad Lauchstädt - Langenbogener SV 35:35 (22:18)

Gegen den starken Aufsteiger aus Langenbogen, der in der Vorwoche bereits gegen Queis punkten konnte, wollten die Lauchstädter schnell für klare Verhältnisse sorgen. Mit einem bärenstarken Stephan im Tor und schnellen Toren über Bastian Pohl setzten sich die VfBler bis auf 6:2 ab und konnten diese Führung in der Folge über die Stationen 11:6 und 13:7 bis zum 17:9 ausbauen. Immer wieder waren es dabei vor allem Schindler und Pohl die ihre Treffsicherheit unter Beweis stellten und so die gute Abwehrarbeit der Lauchstädter auch im Angriff fortsetzten. Das schnelle Spiel forderte auch seinen Tribut, so dass der Ein oder Andere vor der Halbzeit eine Pause brauchte. Die nötigen Umstellungen brachten die Lauchstädter allerdings aus dem Tritt, es häuften sich Abspielfehler und unkonzentrierte Abschlüsse, die dem schnellen Umschaltspiel der Gäste in die Karten spielten und diese Tor um Tor heran brachten. Bis auf 19:17 verkürzte der LSV, bevor die Lauchstädter sich wieder besannen und bis zum Pausenstand von 22:18 wieder auf 4 Tore erhöhen konnten.
Im zweiten Abschnitt zogen die Goethestädter zu Beginn erneut das Tempo an und so mancher sah bei der erneuten 8 Tore Führung des VfB von 31:23 bereits die Vorentscheidung gefallen, doch das Gegenteil folgte. Mit der Einwechslung von Kühne ins LSV Tor verloren die Lauchstädter ihren Faden. Nach dem Auslassen zahlreicher Chancen nahmen die Lauchstädter das Tempo aus dem Spiel und schienen Torabschlüsse nahezu vermeiden zu wollen, denn Kühne wuchs nun über sich hinaus. Es half nichts, Langenbogen holte erneut auf, auch weil die VfBler nun Schreiter aus dem LSV Rückraum zu viel Luft ließen und dieser insgesamt 13 Tore erzielen konnte. Beim 34:33 war schließlich der Anschluss hergestellt und die Nerven bei Spielern und Fans auf beiden Seiten gleichermaßen zum Zerreißen gespannt.
Die Erlösung schien bei Gerlachs Treffer zum 35:33 42 Sekunden vor dem Ende nah, doch zu schnell ließ man erneut Schreiter gewähren und zum 35:34 Anschluss einnetzen.
In den verbleibenden Sekunden versuchte Langenbogen mit einer Manndeckung noch das Spiel zu drehen, der VfB aber kombinierte sich bis zum Torabschluss durch, bei dem es Schmädicke 12 Sekunden vor dem Ende mit einem Heber gegen Kühne versuchte. Der Torhüter war schon geschlagen doch der Ball mangels Geschwindigkeit noch nicht im Netz als Kühne den Ball Zentimeter vor der Linie doch noch stoppen konnte und den Gegenangriff einleitete. Diesen vollstreckten die Gäste schließlich dann ebenfalls per Heber zum 35:35 Ausgleich und konnten so doch noch einen Punkt aus der Germania-Sporthalle entführen.
Am Ende war es nach einem Herzschlagfinale knapp und es fehlte vllt. der Schuss Cleverness sich nicht mehr zu einem Abschluss hinreißen zu lassen, sondern die Zeit herunter zu spielen. Wichtig aber, dass zumindest der eine Punkt auf das VfB Konto wandert, damit man vor dem letzten Spieltag weiter alle Trümpfe auf der eigenen Hand hat und mit einem Sieg in Querfurt die Meisterschaft selbst entscheiden könnte.

VfB mit: Förster; Ronneburg; Stephan - Dietze; Wusterhausen; Schmädicke; Schönburg, K.-J.; Stolzenberg (2); Nowak (2); Zietemann (3); Schöppe (3); Gerlach (6); Schindler (7); Pohl (12)
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