VfB verliert unnötigen Punkt in der Fremde

  BSV Klostermansfeld – VfB Bad Lauchstädt 24:24 (HZ 17:13)

In der Bezirksliga kamen die Männer des VfB Bad Lauchstädt am Sonntag nicht über ein 24:24-Unentschieden beim BSV Klostermansfeld hinaus. Die Gründe sind dabei vielschichtig, denn der VfB reiste insgesamt ohne 4 Spieler an, von denen Zietemann, der sich bereits angeschlagen durch die letzten Partien biss, nun endgültig verletzt ausfiel. Bei allen Anderen bleibt zumindest ein fader Beigeschmack angesichts der nun eingeläuteten entscheidenden Phase der Saison. Bis zum 3:3 blieb das Spiel ausgeglichen, dann wurde die BSV-Abwehr sicherer und konnte Ballgewinne in eine 5:3-Führung umwandeln, während die Lauchstädter klarste freie Torgelegenheiten ausließen und die Hausherren aufbauten. Mit Mühe ließen sich die Goethestädter aber nicht so einfach abschütteln und glichen zum 6:6 aus. Die Partie wogte hin und her bis sich der BSV nach dem 8:8 wieder ein wenig absetzen konnte. Beim Stand von 12:9 für die Hausherren schwächten sich die VfBler selbst, denn Stolzenberg erwieß der eigenen Mannschaft mit einem unnötigen groben Foul einen Bärendienst, indem er folgerichtig mit Rot vom Feld musste. Auch wenn er zuvor oft hart angegangen wurde, schmerzt eine Bestrafung mit Toren den Gegner sicher mehr, als mit einem Foulspiel.
In Folge dessen machte sich bei den Mitgereisten Fans und auch bei den Aktiven endsprechend Unmut breit, was dem Spielfluss nicht förderlich war und dem BSV eine 17:12 Führung bescherte. Angesichts der an diesem Tage ohnehin dünnen Personaldecke, in der Pretscherno bereits aushalf, musste auch Übungsleiter Schönburg daraufhin in der zweiten Halbzeit wieder die Schuhe schnüren.

Nach dem Wiederanpfiff bewegten sich Lauchstädter im Angriff deutlich mehr als in den 30 Minuten zuvor, belohnt wurde dieses Engagement mit 7-Metern, die zumeist von Schönburg herausgeholt und von Schindler verwandelt wurden, so dass es recht schnell 17:17 Unenetschieden stand und dieses bis zum 20:20 weiter bestand haben sollte.

Dann endlich konnten die Lauchstädter nach 52 Spielminuten die erste Führung für den VfB erzielen und das Hoffen auf die erlösende Wende im Spiel begann, denn beim 20:22 und 22:24 für die Goethestädter schien die Partie kurz vor dem Ende entschieden.

Das es doch nur zum Unentschieden reichte hatte schließlich in der genauen Wiederholung der Spielsituation der Vorwoche gegen Queis seine Ausgangsposition. Nach einem unnötig riskantem Abspiel von der linken auf die rechte Außenposition wurde eben dieser Außenspieler zum Torabschluss gezwungen und scheiterte wie in der Vorwoche am Schlussmann. Hinzu kam ein leichtfertiger Abspielfehler der den BSV zum Ausgleich nutzen konnte. In den verbleibenden 12 Sekunden verloren die VfBler ihre Nerven, denn anstatt aus ihrer Erfahrung heraus nach 2-3 Abspielen die Eins gegen Eins Situation zu suchen und den Siegtreffer zu erzielen, ließen sie sich, sicher mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch, zu einem Gewaltwurf aus knapp 16 Meter Entfernung hinreißen, der leider keine Entscheidung mehr brachte.

Alles in allem hätten die Lauchstädter bei einer besseren Personaldecke wohl wenig Probleme bekommen, die Partie nach Hause zu fahren, da es handballerisch auf beiden Seiten kein Leckerbissen war. Der Vorsprung in der Tabelle schmolz dadurch auf nur noch 2 Punkte, so dass zu hoffen ist, dass kommende Woche beim Geiselseeduell in Mücheln wieder alle Mann an Bord sind und ggf. auf die Zähne beißen, um an der Partie teilzunehmen.

VfB mit: Stephan; Förster; Ronneburg – Dietze; Gerlach; Pretscherno (1); Schönburg, K.-J. (1); Nowak (3); Stolzenberg (4); Pohl (5); Schindler (10)
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