Kunstteich - Grauwacke Abbau an der Bauernwiese? - Grenzweg - Hirschteich

am Kunstteich
Ballenstedt: Ballenstedt | Bei schönstem Winterwetter wanderte der Harzklub Quedlinburg unter der Leitung des Wanderführers Manfred Böhm durch den Ballenstedter Forst. Vom Wanderparkplatz an der Leimuferstraße ging es, auf dem Falkenweg, in Richtung Kohlenschacht. Kurz hinter dem Abzweig zur Napola (ehem. SED Bezirksparteischule) wanderten wir zum zugefroren Kunstteich. Dieser Kunstteich - es gibt im Harz noch mehrere davon - wurde, wie fast alle Harzteiche zur Versorgung der vielen einst vorhandenen Bergwerke mit Brauchwasser angelegt. Für den Ballenstedter Kunstteich war es der in der Nähe gelegene Kohlenschacht. Heute dienen die Harzteiche zum einen dem Hochwasserschutz und zum anderen werden sie als Angel - oder auch Badeteiche genutzt. Einige der Harzteiche werden auch heute noch zur Trinkwasserversorgung genutzt.

Bauernwiese und Grauwacke Abbau

Über die Leimuferstraße gelangten wir zur Bauernwiese. Hier soll in Zukunft ein, z.Z. noch stark umstrittener, Abbau von Grauwacke erfolgen. Der Tieftagebau (Steinbruch) soll die beträchtliche Größe von 66 ha erhalten. Die Verarbeitung, des aus dem Steinbruch gewonnenen Rohgesteins, soll dann in dem jetzigen Werk der Mitteldeutschen Baustoffe GmbH bei Rieder erfolgen. Der Transport des Materials erfolgt dann, durch eine, noch zu bauende, etwa 6 km lange Förderanlage. Ich denke, dass dadurch die unvermeidliche Umweltbelastung geringer wird, als beim Transport durch LKW s.

Grenzweg

Über einen ehemaligen Grenzweg kamen wir zur Hohen Warte.Einige Grenzsteine sind an diesem Weg noch vorhanden. Da die Steine auf der einen Seite als Symbol den preußischen Adler haben und auf der Seite Anhalt - Bernburg symbolisieren, müssen die Steine erst nach dem Wiener Kongress von 1815 errichtet wurden sein. Denn das von ehemals Kursachsen verwaltete Gebiet wurde erst nach 1815 von Preußen übernommen.

Hohe Warte und Hirschteich

An der Schutzhütte der Hohen Warte nahmen wir unsere Rucksackverpflegung ein. Anschließend ging es auf der Leimuferstraße, diesmal allerdings in Richtung Ballenstedt, weiter, bis wir in das Tal der Getel, einen kleinen Harzbach, abbogen. Vorbei an der stark beschädigten Bunnemann - Buche gelangten wir zum Hirschteich. Hier hat sich der Country Club Ballenstedt sein Fort Hartlake im Westernstil errichtet. Hauptsächlich im Sommerhalbjahr wird das Fort von den Clubmitgliedern und auch von ihren Gästen rege genutzt. Nun waren es nur wenigen hundert Metern bis zum Parkplatz. Mit vielen neuen Eindrücken versehen, endete hier nach etwa 10 km unsere Wanderung. An dieser Stelle möchte ich allen Wanderführern für ihre ehrenamtliche Arbeit danken. Nur durch ihren Einsatz sind solche schönen Wanderungen möglich.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Facebook | Erschienen am 26.01.2017
Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Zeitung | Erschienen am 28.01.2017
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Gisela Görgens aus Quedlinburg | 24.01.2017 | 16:02   Melden
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