Sonderausstellung „Archäologie in Anhalt“

Wann? 06.01.2013 bis 03.03.2013

Wo? Schloss, Bernburg (Saale) DE
Das Bernburger Schloss, die Krone Anhalts
Bernburg (Saale): Schloss | Gestern erhielt ich folgende Nachricht, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte, denn es könnte Sie auch interessieren:

"Seit 11. November 2012 präsentiert das Museum Schloss Bernburg die Sonderausstellung „Archäologie in Anhalt“.

Die älteste Erwähnung eines vorgeschichtlichen Denkmals in Anhalt stammt bereits aus einer Urkunde Otto III. aus dem Jahre 973, als die Pilsenhöhe bei Edderitz – ein Grabhügel – als Grenzmarkierung erwähnt wurde. In der Chronik (1587) von Bartholomäus Schwaneberg wird von der Öffnung vorgeschichtlicher Grabhügel bei Bernburg im Jahre 1569 durch Fürst Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) berichtet. Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg (1599-1656) beschreibt in seinem Tagebuch im Jahre 1631 einen bemalten Grabinnenraum in einem wohl bronzezeitlichen Grabhügel bei Baalberge.

Die Erforschung der heimischen Vorgeschichte ist vom 16. bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts eng mit den anhaltischen Fürstenhäusern verbunden. Von ihnen ist die Erschließung der Bodenaltertümer mit dem Ziel ausgegangen, die eigenen Stammbäume möglichst bis in die Vorgeschichte zu belegen. Nicht zuletzt deswegen verwundert es nicht, dass Herzog Alexius Friedrich Christian von Anhalt-Bernburg (1767-1834) bereits 1833 zum Mitglied in der Königlichen Gesellschaft für Nordische Alterthumskunde in Kopenhagen ernannt wird. Schon im Jahr 1845 stellte Fürst Leopold IV. Friedrich von Anhalt Dessau (1817-1871) Bodenaltertümer durch einen Erlass unter Schutz, aus dem sich später die gesetzlichen Regelungen entwickelten.

In der Phase des aufstrebenden Bürgertums am Ende des 19. Jahrhunderts übernahmen namhafte Gelehrte und Autodidakten in Altertumsvereinen die Geländetätigkeiten. Sie legten dadurch den Grundstein für ständig wachsende Sammlungen in Bernburg, Dessau, Köthen und Zerbst. Neben wertvollen Funden erbrachten diese Aktivitäten auch auswertbare Befunde für die Erarbeitung der bis dahin fehlenden vorgeschichtlichen Besiedlungschronologie des Elbe-Saale-Gebietes.

In der Ausstellung „Archäologie in Anhalt“ wird dieser Entwicklung nachgegangen. Originalfunde aus den Museen in Berlin, Bernburg und Zerbst werden durch Dokumente, etwa dem Originaltagebuch von Christian II. und historische Publikationen, wie der „Schanebergschen Chronik“ ergänzt.

Erstmals und einmalig wird die „Großmutter aller urnarum“ aus Wulfen oder der Bronzehort von Riesdorf präsentiert, die das Museum für Vor- und Frühgeschichte in Berlin Charlottenburg zur Verfügung stellen.

Interessenten können die Ausstellung bis zum 06. Januar 2013 besichtigen. Weitere Informationen erhalten Sie unter folgendem Link: http://www.museumschlossbernburg.de/"
0
 auf anderen WebseitenSendenMelden
3 Kommentare
11.502
Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 25.11.2012 | 08:20   Melden
14.714
Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 25.11.2012 | 10:54   Melden
6.207
Gerd Born aus Dessau-Roßlau | 27.11.2012 | 12:47   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.