Wir sind und bleiben Anhalter

Der Eindruck täuscht - der alte Dessauer war hellwach!
Bernburg (Saale): Bernburger Theater |

Zu Gast in der alten Residenzstadt Bernburg



Nicht nur über Bernburg strahlte am vergangenen Wochenende die Sonne, das ganze Land war mit dem Blau eines wolkenlosen Himmels gesegnet. Wenn man das als Zeichen für die Zukunft Anhalts nehmen könnte ... Ganz sicher ging es an diesem Tag um die Zukunft Anhalts, denn im Bernburger Theater wurden mit diversen Reden ganz offiziell die Feierlichkeiten zum 800-jährigen Jubiläum Anhalts beendet. Zahlreiche festlich gekleidete weil geladene Gäste nahmen dort Platz, während die ungeladenen das Vergnügen hatten, im Sonnenschein über das Festgelände zwischen Theater und Schloss zu flanieren. Zu letzteren gehörten auch einige Damen und Herren, die in der Kleidung des 18.Jahrhunderts mehr als nur einen bunten Farbtupfer im Festgetümmel abgaben. Mitglieder des Leopoldsvereines waren es, die gern der Einladung der Kulturstiftung Bernburg, mit der sie eine enge Freundschaft verbindet, folgten. Eigens für sie hatte man ein Zelt platziert, in dem u.a. zwei Prunksessel (die natürlich nicht aus vergangenen Zeiten stammten) ahnen ließen, dass hier bedeutende Persönlichkeiten Platz nehmen würden. Für keinen geringeren als Leopold I. von Anhalt-Dessau, besser bekannt als "Der alte Dessauer", war der eine Platz bestimmt, der andere für seine geliebte Anneliese. An beider Seite einige Damen und Herren des Hofstaates.

Hoher Besuch bei den Dessauern


Bevor sich Leopold samt Gattin und Hofstaat unters Volk mischte, erfreuten sie sich allerdings an den Köstlichkeiten der Kaffeetafel, wenn die auch nur in einer Mini-Variante aufgebaut war. Da ahnte man noch nicht, dass bald hoher Besuch erscheinen würde, und zwar gleich zweifach. Zunächst inspizierte Leopold das Festgelände, ranzte in seiner bekannten Art so manchen Kerl an, der ihm nicht schnell genug aus dem Weg ging oder anderweitig sein Missfallen erregte. Da machte er auch nicht vor dem Chef der Staatskanzlei samt Gefolge halt, der hatte Auskunft zu geben, wer er denn sei und warum er hier ungefragt auftauchen würde. Ganz anders hingegen beim zweiten hohen Besuch. Da gaben sich immerhin sein Nachfahre, der heutige Chef des Hauses Anhalt, Prinz Eduard und seine Tochter Felicitas das Vergnügen eines Besuches, wenn auch nur eines sehr kurzen. Ein Glas Wasser ("Kein Alkohol, wir fahren zurück nach Berlin"),
zwei, drei Fotos und schon entschwanden sie wieder. Ulrike von Anhalt-Bernburg, die den Besuch avisiert hatte, blieb hingegen noch etwas länger, fühlte sich im standesgemäßen Sessel nicht unwohl.

Hoffnung für Anhalt


Wenn von diesem Tag etwas bleiben möge, dann nicht nur die Erinnerung an einen wunderschönen Herbsttag, sondern zuvörderst die Hoffnung, dass Anhalt auch über das Jubiläum hinaus im Gedächtnis und in den Herzen der Menschen bleibt. Und Politiker sollen ja auch nur Menschen sein.........
1
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:

Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.MZ | Erschienen am 22.10.2014
 auf anderen WebseitenSendenMelden
7 Kommentare
540
Jürgen Schindler aus Dessau-Roßlau | 22.10.2012 | 10:25   Melden
1.033
Joachim Brehme aus Quedlinburg | 13.11.2012 | 18:51   Melden
938
Wolfgang Freystadtl aus Dessau-Roßlau | 30.03.2013 | 10:28   Melden
97
Hans-Joachim Rohowski aus Dessau-Roßlau | 30.03.2013 | 19:24   Melden
938
Wolfgang Freystadtl aus Dessau-Roßlau | 01.04.2013 | 09:05   Melden
97
Hans-Joachim Rohowski aus Dessau-Roßlau | 01.04.2013 | 11:04   Melden
938
Wolfgang Freystadtl aus Dessau-Roßlau | 01.04.2013 | 11:09   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.