Großbrand im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen

(Foto: Michael Maul)
Ein lauter Knall, dann meterhohe Flammen und eine schwarze Rauchsäule, die weit über die Stadtgrenzen von Bitterfeld-Wolfen zu sehen waren, ließen nichts Gutes erahnen.

Am Dienstag, den 4. August 2015 wurden die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Bitterfeld-Wolfen, Ortsfeuerwehr Greppin, Ortsfeuerwehr Bitterfeld, Ortsfeuerwehr Wolfen sowie die Werkfeuerwehr Securitas um 17:17 Uhr durch die Leitstelle des Landkreises Anhalt-Bitterfeld zu einem Brand eines Industriekomplexes in die Farbenstraße, im Areal B des ChemiePark, alarmiert.

Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte schlugen die Flammen bereits durch die Dachkonstruktion und das Feuer hatte sich im Bereich des Produktions- und Verwaltungsgebäudes schon vollständig ausgebreitet.

Höchste Priorität galt in der Anfangsphase dem Tanklager im Außenbereich, welches sich in unmittelbarer Nähe des Produktionsgebäudes befand. Unter größter Vorsicht und massivem Wassereinsatz wurden die Tanks gekühlt.

Es wurde eine stabile Wasserversorgung aufgebaut um die umfangreichen Löscharbeiten mit zeitweise 6 Monitoren absichern zu können.

Aufgrund der hohen Brandwärme, der Möglichkeit einer weiteren Verpuffung/Explosion und der Einsturzgefahr des Gebäudes war es zu diesem Zeitpunkt nur möglich den Löschangriff von Außen durchzuführen.

Durch den CBRN-Erkundungswagen wurden im Stadtgebiet Messungen durchgeführt und die Bewohner aufgefordert Fenster und Türen geschlossen zu halten. Eine Gefahr aufgrund der Rauchgase bestand laut Messergebnissen für die Bevölkerung nicht.

Gegen 21 Uhr konnte mit der Restablöschung und der Bekämpfung vereinzelter Glutnester begonnen werden. Über ein separates Treppenhaus war es den Einsatzkräften nun auch möglich einzelne Bereiche im Innenangriff abzulöschen.



Gegen 02:30 Uhr übernahm die Ortsfeuerwehr Thalheim die Brandsicherheitswache bis in die Morgenstunden.

Während des Einsatzes erlitt ein Feuerwehrmann einen Kreislaufkollaps und wurde durch den Rettungsdienst behandelt.

Durch Mitarbeiter diverser Versorgungsunternehmen wurden sämtliche Zuleitungen zum Brandobjekt abgeschalten. Ermittlungen zur Unglücksursache wurden durch die Polizei aufgenommen. Im Einsatz waren ca. 100 Einsatzkräfte mit 26 Fahrzeugen.

Auch am Folgetag, 05.08.2015 waren die Wehren aus Wolfen, Bitterfeld und Greppin nochmal vor Ort um vereinzelte Glutnester abzulöschen.

Erschwerend zum Einsatz kam hinzu, dass zahlreiche Schaulustige die Arbeit aller am Einsatz beteiligten Kräfte behinderten, Zufahrtswege blockierten und auch sich selbst in Gefahr brachten.

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Text & Bilder: Homepage der Feuerwehr Bitterfeld - Wolfen
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