Bekannte Autorin und Bloggerin Anne Wizorek zu Gast im Frauenzentrum

  Bitterfeld-Wolfen: Frauenzentrum Wolfen |

Die Berliner Autorin und engagierte Feministin Anne Wizorek stellte am 30. März 2015 im Frauenzentrum ihr Buch „Weil ein #Aufschrei nicht reicht“ zum Thema Feminismus von Heute vor. Vorher war sie bereits mehrmals im Fernsehen zu sehen, wie bei Günther Jauch und in der Sendung „Hart aber Fair“. Zudem konnte sie bereits mehrere Preise für ihre Arbeit entgegennehmen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Leiterin des Frauenzentrums Sandy Bieneck, bevor die Projektkoordinatorin von der Heinrich-Böll Stiftung Sachsen-Anhalt durch die Lesung führte. Unter den knapp 100 Gästen waren auch Petra Wust (Oberbürgermeisterin der Stadt Bitterfeld-Wolfen), Lars-Jörn Zimmer (Landtagsabgeordneter), Diana Bäse (Wahlkreismitarbeiterin von Angela Kolb) als Vertretung für Angela Kolb (Ministerin für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt), Direktor Gerd Hübner und zahlreiche Schüler_innen der Sekundarschule I Wolfen Nord.

Die Geschichte von #Aufschrei begann 2013 durch eine Twitter-Hashtag-Idee von Anne Wizorek. In kürzester Zeit nutzten tausende Frauen dies, um ihren persönlichen Erlebnissen zum Thema alltäglicher Sexismus Luft zu machen. Die Autorin war selbst sehr überrascht, wie viele Frauen den Mut aufbrachten und über ihre eigenen Erfahrungen erzählten/berichteten. Und schnell kristallisiert sich heraus: unsere heutige Gesellschaft ist von einer Gleichberechtigung der Geschlechter weit entfernt, sexuelle Belästigung und Diskriminierung bleiben ein brennendes Problem.

Die Netzaktivistin verfasste daraufhin ein Buch, in dem sie aufzeigte, dass der Geschlechterkampf noch lang nicht vorbei ist und Geschlechterstereotype unser gesellschaftliches Leben bestimmen. Nebenbei räumt sie dabei auch mit hartnäckigen Klischees auf. Anne Wizorek möchte deutlich machen, dass Feminismus die Gleichberechtigung aller, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe oder sexueller Orientierung bezeichnet.

Anschließend fanden bei Kaffee und Kuchen angeregte Diskussionen zwischen der aufgeschlossenen Autorin, Lehrerinnen und Schüler_innen zum Thema Feminismus statt. Zudem konnte das Buch von Anne Wizorek dank Stefan Kubitschek von City-Buch vor Ort erworben werden und die Autorin signierte auf Wunsch das jeweilige Exemplar.

Ein weiteres Highlight war die Ausstellungseröffnung von „Wer braucht Feminismus?“, an der sich auch gleich einige Gäste beteiligten. Seit 2012 sammelt die Kampagne Argumente für die soziale Bewegung, die sich für Frauenrechte und Gleichstellung stark macht. In knapp 2 Jahren sind über 1.000 ganz individuelle Statements zusammen gekommen, ein Teil davon wird in der Ausstellung zu sehen sein. Ziel der ganzen Aktion ist es, einen Beitrag zum Imagewechsel von Feminismus zu leisten. Gerne können auch Sie ein Statement setzen, denn die Ausstellung wird bis 20.April 2015 im Frauenzentrum Wolfen während der Öffnungszeiten (Mo-Do 08-18:30 Uhr, Fr 08-14:30 Uhr) zu sehen sein.

Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit der Heinrich-Böll Stiftung Sachsen-Anhalt.

(Text von den Praktikantinnen Charly und Lisa )
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