"DIE ARIER" Film und Gespräch mit Mo Asumang

Wann? 16.02.2016 10:00 Uhr

Wo? Frauenzentrum Wolfen, Fritz-Weineck-Straße 4, 06766 Bitterfeld-Wolfen DE
Bitterfeld-Wolfen: Frauenzentrum Wolfen |

Alle 30 Minuten findet in Deutschland eine rechtsextreme Straftat statt. Der Verein „Frauen helfen Frauen“ e.V. möchte sich dem aktiv entgegenstellen und präsentiert im ersten Teil des Projektes "30 Minuten? Nicht mit uns!" am 16. Februar 2016 um 10 Uhr den Film "DIE ARIER" und die dazugehörige Regisseurin Mo Asumang.

Es ist an der Zeit, der Sache mit den Ariern auf den Grund zu gehen, findet die Filmemacherin Mo Asumang. Denn nicht nur bei Beate Zschäpe findet man einen Artikel, der die „arische Rasse“ erklärt. Und in den USA werden unzählige Morde durch „Aryan Hate Groups“ verübt. In einer persönlichen Reise begibt sie sich auf die Suche nach den Ursprüngen des Arierbegriffs und dessen Missbrauch durch Rassisten in Deutschland und den USA.

Die afrodeutsche Regisseurin konfrontiert Rassisten mit scheinbar arglosen Fragen. Sie sucht nach den Menschen, die hinter der hasserfüllten rechten Ideologie stehen. Sie besucht Demonstrationen und Propaganda-Veranstaltungen der selbsternannten Arier in Gera, Wismar und Potsdam, wo sie jedoch nur Schweigen und Ablehnung erntet. Sie forscht in Archiven und reist schließlich in den Iran, wo sie alte Inschriften findet, die den Ursprung des Arierbegriffs bezeugen und ihm eine ganz andere Bedeutung geben. In den USA trifft sie sich mit dem Ku-Klux-Klan und einem Top-Rassisten von schauerlichem Weltruf: Tom Metzger, dem Gründer der „White Aryan Resistance“, dessen Ziel es ist, mit der sogenannten „Lone-Wolf“-Taktik eine „arische“ Revolution zu starten.

Im Anschluss der Filmvorführung steht die Regisseurin für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Der Eintritt ist kostenfrei. Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten wird um eine vorherige Anmeldung gebeten.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation von "Frauen helfen Frauen" e.V. und der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und wird durch die Spende der Stadt Bitterfeld-Wolfen im Rahmen der Weihnachtsgala "Tausend Sterne sind ein Dom" gefördert.
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