Internationaler Tag “NEIN zu Gewalt an Frauen“

Wann? 23.11.2016 10:00 Uhr bis 23.11.2016 12:00 Uhr

Wo? Frauenzentrum Wolfen, Fritz-Weineck-Straße 4, 06766 Bitterfeld-Wolfen DE
Bitterfeld-Wolfen: Frauenzentrum Wolfen |

Anlässlich des Internationalen Tages „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ laden das Frauenhaus Bitterfeld-Wolfen und das Frauenzentrum Wolfen alle Interessierten zu einer Lesung und Fahnenaktion

am Mittwoch, 23. November 2016,
um 10:00 Uhr,
in das Frauenzentrum Wolfen, Fritz-Weineck-Straße 4 in 06766 Wolfen ein.

Der von der UNO seit 1990 offiziell anerkannte Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter vom militärischen Geheimdienst getötet wurden. Sie hatten sich für ein gewaltfreies Leben eingesetzt. Der Mut der Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.

Der Verein "Frauen helfen Frauen" e.V. macht seit Jahren auf diesen Tag aufmerksam und widmet sich 2016 dem Tabu-Thema „Missbrauch in der Familie“. Dabei steht die Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des Landrates Uwe Schulze.

Mehr als jede 10. Frau hat in ihrer Kindheit und Jugend sexuellen Missbrauch erlebt und sehr oft geschieht der Missbrauch innerhalb der Familie. Dazu liest Sabine Bomeier aus ihrem Buch „Lisbeths Traum - oder bloß nicht darüber reden. Missbrauch in der Familie“. Lisbeth hatte einen Traum. Sie wollte groß hinaus, eine kultivierte Dame werden. Das war nicht so einfach in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Moralvorstellungen waren streng und eine eigene berufliche Karriere für die meisten Frauen weder erreichbar noch vorstellbar. Aber Lisbeth meinte, in Kurt den Mann gefunden zu haben, der sie aus dem engen Milieu ihres Elternhauses entführen würde. Zunächst schien auch alles ganz nach ihren Wünschen zu verlaufen. Aber diese Ehe entwickelte sich anders als sie es sich erträumt hatte. Kurt zeigte mehr Interesse an der gemeinsamen Tochter als an seiner Frau.

Nach der Lesung erfolgt eine professionell geleitete Gesprächsrunde von Frau Kerstin Börner mit der Autorin. Anschließend lassen wir Luftballons steigen, hissen die Fahne „Frei leben – ohne Gewalt“ und beteiligen uns damit an der bundesweiten Fahnenaktion der internationalen Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes.

Dieses Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Nähere Informationen dazu erhalten Sie unter https://www.demokratie-leben.de
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