Projekt "Wir Frauen"

Gestern startete das Projekt „Wir Frauen - Kunstvermittlung und Lernen im Sozialraum", welches von der Euro-Akademie Bitterfeld-Wolfen intitiiert wurde und in Kooperation mit "Frauen helfen Frauen" e.V. und der Leipziger Künstlerin Julia Katharina Weiser​ umgesetzt wird. Es steht unter der Schirrmherrschaft der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, Anja Sachenbacher.

Am 08. September 2016 trafen erstmals die Schülerinnen und Schüler der Altenpflege-Ausbildung der Euro-Akademie Bitterfeld-Wolfen auf die Initiatoren und Kooerpationspartner. In lockerer und entspannter Atmosphäre stellten wir das Projekt vor und besprachen alle Einzelheiten. Voller Vorfreude stürzen wir uns auf die praktischen Tage, die vom 15. bis 19.09.2016 im Frauenzentrum Wolfen stattfinden. Hier werden noch Frauen mit Fluchterfahrung und Seniorinnen aus dem Quartier Wolfen-Nord dazukommen.

Im Fokus steht das fachliche Lernen, aber auch das Kennenlernen des bisher Fremden. Über die Gestaltung einer Fotoausstellung, werden Themen wie Toleranz und das Aushalten von Widersprüchen erfahrbar gemacht. Die Fotografie wird zum Ausdrucks- und Reflexionsmedium. Der Höhepunkt des Projektes mündet in einer Ausstellung der eigenen Arbeiten, die am 19. Dezember 2016 um 10 Uhr im Frauenzentrum Wolfen eröffnet wird.

Das Besondere an diesem Projekt ist: Es trägt zwar Projektcharakter, wird aber gezielt in den Unterricht und Lehrplan der Altenpflegeausbildung eingebunden. Damit kommt die Euro-Akademie den Erfordernissen moderner Berufsausbildung und Unterrichtsgestaltung nach. Unterstützt über die Projektpartnerinnen – Julia Katharina Weiser als freischaffende Künstlerin, „Frauen helfen Frauen“ e.V. als Sozialraumakteur mit hoher fachlicher und praktischer Erfahrung und Anja Sachenbacher als Gleichstellungsbeauftrage des Landkreises – möchte die Euro-Akademie ihren Unterricht bewusst nach außen öffnen, um alternative Formen des (Selbst)Lernens mit kultureller und politischer Bildung zu koppeln.

An dem Projekt werden größtenteils Frauen teilnehmen. Der Ansatz wurde bewusst gewählt, um über die Gemeinsamkeit des Geschlechts Unterschiede zwischen den teilnehmenden Frauen aufzuheben. „Wir Frauen“ wird zum verbindenden Element zwischen den Schülerinnen der Berufsfachschule, den geflüchteten Frauen und den älteren Frauen. Über das verbindende Thema „Gemeinsame/fremde Lebenswelt“ und die Arbeit mit dem Medium „Fotografie“ werden trennende Aspekte wie Alter, Herkunft oder Religion aufgehoben. Die praktische Arbeit wird größtenteils im Quartier Wolfen-Nord, einem Sozialen-Stadt-Gebiet mit hohem Altersdurchschnitt und rückgebauter Plattenarchitektur, umgesetzt.

Das Projekt wird durch die Robert-Bosch-Stiftung sowie durch die Leibniz Universität Hannover gefördert und ist dort fachlich an das Promotionskolleg „Didaktische Forschung. Citizenship und Inklusion“ angebunden.
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