Song Slam - Songwriter erobern die Bühne im alten Filmtheater

Unser Moderator des Abends: Tobias Glufke
 
Tobias erklärt die Regeln des Song Slams
Bitterfeld-Wolfen: Filmtheater Wolfen |

Am 10. September 2016 war es nun endlich wieder soweit, der heißersehnte Song Slam fand im alten Filmtheater statt. Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr, folgten fünf Songwriter unserem Aufruf und stellten sich dem Publikum.

Und wer sich jetzt fragt, was ein Song Slam ist, dem sei das Format kurz erläutert: Ein Song Slam ist ein Slam, der ganz im Zeichen der Musik steht. Jeder Künstler hat in der Vorrunde zehn Minuten Zeit, den Saal mit seinen eigenen Texten zu rocken und zu verzaubern. Dabei spielt es kein Rolle, welches Genre gespielt wird und ob der Auftritt solo oder als Duo erfolgt. Auch die Wahl des Instrumentes wird dem Künstler überlassen. Die Regeln ähneln denen eines Poetry Slams. Es gibt ein Zeitlimit, es müssen eigene Songs und dürfen keine Cover sein. Nach Vorrunde und Finale bestimmt das Publikum den Gewinner.

Unseren beliebten Moderator Tobias Glufke vom HALternativ-Verein konnten wir auch für diese Veranstaltung gewinnen und so führte er charmant und gut gelaunt durch den Abend. Wie immer, wurde die Reihenfolge der Musiker kurz vor dem Slam per Zufall ausgelost. Doch bevor die Songwriter vor vollem Haus auf die Bühne kamen, heizte Tobias mit seinem Poetry Slam Text über Weihnachten so richtig das Publikum an.

Das Los entschied, dass Laander Karuso aus Haldensleben den Anfang machen durfte. Der Musiker, Schreiber und Poetry Slammer war bereits 2014 Sachsen-Anhalt Meister im Song Slam und brachte mit seiner Erklärung, dass er Hypochonder sei und was das alles mit sich bringen kann, dass Publikum zum schmunzeln. Mit seiner Gitarre spielte er drei fantastische Songs und konnte die Gäste von der ersten Sekunde an überzeugen. Es folgte Robert aus Halle, der seinen englischen Texten keinen Titel gab und zum innehalten einlud. Zur Gitarre und den weiten Weg aus Jena kam Christian. Das er hier seinen ersten Auftritt hatte, merkte man ihm nicht an und seine deutschen Texte fanden Anklang. Unter der Prämisse „Das hier ist kein Schlager, das ist Philosophie“, kam Môrre aus Berlin auf die Bühne. Mit seinen tiefgründigen und ergreifenden deutschen Texten spielte er sich in die Herzen der Gäste und überzeugte mit seinem professionellen Pianospiel. In der MZ bereits angekündigt und voller Aufregung eroberten dann die jüngsten Künstler die Bühne: Jonny Ujka und Alex Konrad als JoPa & AlAy aus Wolfen-Nord. Sie nahmen zum ersten Mal an einem Song Slam teil und hatten das Publikum von Anfang an auf ihrer Seite. Mit ihren deutschen, teils sozialkritischen Texten, regte das Duo zum nachdenken an und zeigte, dass sich die Jugend sehr wohl Gedanken um Zukunft und Leben macht.

Fünf tolle Musiker, aber nur drei konnten ins Finale kommen. Das Publikum entschied sich für Laander Karuso, Morre und JoPa & AlAy. Alle drei packten noch einmal ihr Können aus, bevor es zur spannenden Entscheidung kam. Und dann wurde es tatsächlich mehr als spannend: Da der Applaus bei allen drei Künstlern euphorisch und langanhaltend war und selbst die Kampfabstimmung kaum Unterschiede zeigte, wurden kurzerhand alle drei als Gewinner erklärt. Ein mitreißender, lustiger, fesselnder und erlebnisreicher Abend, der bei anregenden Gesprächen zu Ende ging.
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