DEFA-Filmvorführung mit Pionieren der Filmbranche

Wann? 20.01.2016 18:30 Uhr

Wo? Industrie- und Filmmuseum, Bunsenstraße, 06766 Bitterfeld-Wolfen DE
Paul Werner Wagner im Gespräch mit Schauspielerin Jutta Wachowiak.
Bitterfeld-Wolfen: Industrie- und Filmmuseum | „Ein künstlerisch überdurchschnittlicher Kriminalfilm mit überzeugender, teilweise dokumentarischer Darstellung des Zeitmilieus.“ so urteilt der "film-dienst" über den 1972 von der DEFA gedrehten Kriminalfilm "Leichensache Zernik".

Dieser ist am Mittwoch, den 20. Januar 2016 um 18:30 Uhr im Industrie- und Filmmuseum Wolfen zu sehen und es gibt noch ein paar Karten!

LEICHENSACHE ZERNIK (DEFA 1972)
Regie: Helmut Nitzschke
Darsteller: Alexander Lang, Gert Gütschow, Norbert Christian, Kurt Böwe, Hans Hardt-Hardtloff, Annemone Haase, Friedel Nowack, Lissy Tempelhof, Käthe Reichel, Ute Boeden, Agnes Kraus, Günter Naumann, Dieter Wien, Jürgen Holtz, Rolf Hoppe

Inhalt: In den Berliner Nachkriegswirren von 1948 wird die junge Katharina Zernik von einem Frauenmörder in den Wald gelockt, erwürgt und mit Salzsäure entstellt. Im sowjetischen Sektor nimmt Inspektor Kramm die Ermittlungen auf. Er versucht mit westlichen Kollegen zu kooperieren, was sich aufgrund der immer noch provisorischen Situation der Polizei als schwierig erweist: Ein Präsidium für die drei Westsektoren wird gerade erst errichtet. Während übergeordnete Instanzen sich um Zuständigkeiten streiten, müssen weitere Opfer dran glauben. Retzlaff holt sich Wertgegenstände aus Katharinas Wohnung und hinterlässt deutliche Spuren. Schließlich kann Kramm ihn in einem Hotelzimmer stellen.
Neu an diesem DEFA-Film war auch die Verbindung von dokumentarischen und fiktiven Passagen, die raffiniert-übergangslose Verbindungen eingehen. Ursprünglich geplant war dieser Film von Gerhard Klein, dem Schöpfer von "Berlin-Ecke Schönhauser". Klein verstarb zu Beginn der Drehvorbereitungen. Helmut Nitzschke übernahm die Regie, schrieb das Drehbuch radikal um und schuf am Ende ein Meisterwerk des Kriminalfilms.

PROGRAMM
18.30 h: Begrüßung durch Horst Kühn, Vorsitzender Förderverein Industrie- und Filmmuseum Wolfen e.V. und Einführung durch Paul Werner Wagner, Kulturhistoriker

Filmvorführung: LEICHENSACHE ZERNIK
anschließend Filmgespräch mit Helmut Nitzschke unter Moderation von Paul Werner Wagner

Helmut Nitzschke, Jahrgang 1935, begann nach dem Regiestudium an der Deutschen Hochschule für Film- und Fernsehen als Assistent bei Gerhard Klein. Nitzschkes erster Spielfilm "Wind von vorn" (1962) mit Erwin Geschonneck und Marianne Wünscher in den Hauptrollen wurde verboten und vernichtet. 1969 kam sein Kriminalfilm "Nebelnacht" in die Kinos. Nach "Leichensache Zernik" führte Helmut Nitzschke 1976 Regie im DEFA-Spielfilm "Das Licht auf dem Galgen". Mitte der 1980er Jahre verließ er die DDR in Richtung Westen. Seine Ehefrau, die Schauspielerin Heidemarie Wenzel, folgte ihm zwei Jahre später.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Gespräche im kleinen Kreis beim Imbiss fortzusetzen.

Bestellungen sind per Mail unter: info@ifm-wolfen.de oder telefonisch 03494/636446 möglich.
Es wird eine Teilnahmegebühr für diese Veranstaltung erhoben.
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