ABGESAGT !! - Aktion zum Equal Pay Day 2018

Wann? 21.03.2018 08:00 Uhr

Wo? Sekundarschule Muldenstein, Burgkemnitzer Straße 28, 06804 Muldenstein DE
Muldenstein: Sekundarschule Muldenstein | +++ Leider müssen wir die geplante Aktion auf Grund von Krankheit absagen. +++



Am 21. März 2018 wird der Verein "Frauen helfen Frauen" e.V. an der Gemeinschaftsschule Muldenstein in Kooperation mit der Lehrerin Beatrix Panwitz und der Schulsozialarbeiterin Katja Siebert einen Projekttag ab 08:00 Uhr zum Equal Pay Day in den siebten Klassen durchführen. Zur Einführung in das Thema "Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Berufswelt" wird ein Film geschaut, der im Anschluss gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, Frau Anja Sachenbacher, durchgesprochen und diskutiert wird. Später weben wir gemeinsam mit den Schüler*innen eine große Tasche, welche dem Bürgermeister Ferid Giebler ca. um 12:30 Uhr feierlich überreicht werden soll. Diese Tasche symbolisiert den Lohnbeutel der Frauen, der bis zu diesem Tag trotz verrichteter Arbeit noch leer geblieben ist.

Der Equal Pay Day (EPD) veranschaulicht an einem Datum den Unterschied in der durchschnittlichen Bezahlung von Männern und Frauen. Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen, dass diese Einkommensdifferenz im Jahr 2015 rund 21 Prozent des Durchschnittsbruttostundenlohns in Deutschland betrug. Geld ist auch Zeit: Umgerechnet ergeben sich aus dem Prozentsatz 77 Tage (21 % von 365 Tagen) und daher findet der EPD am 18.03.2018 statt. Als „Tag für gleiche Bezahlung“ markiert der Equal Pay Day symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1.1. eines Jahres für ihre Arbeit bezahlt werden. Um auf diese Misslage hinzuweisen, wird diese Aktion durchgeführt.

Als Ursachen für die fehlende Entgeltgleichheit kristallisieren sich durch viele Studien besonders folgende Punkte heraus: Zum einem fehlen Frauen in bestimmten Berufen und Branchen, greifen sie doch immer noch verstärkt auf frauendominierte Berufe zurück und fehlen weiterhin in MINT-Berufen. Daneben steigen Frauen nicht so häufig auf der Karriereleiter wie Männer. Zum anderen wird die Erwerbsfähigkeit familienbedingt (z. Bsp. Elternzeit, Pflege von Angehörigen) oft unterbrochen und/oder reduziert, so dass dadurch nachwirkend Einbußen bei der Lohn- und Einkommensentwicklung entstehen, die sich bis zur Rentenphase niederschlagen. Zuletzt sind frauentypische Berufe weiterhin unterbewertet. Eine Aufwertung würde nicht nur die Wahrnehmung des gesellschaftlichen Werts von frauendominierten Berufen erhöhen, sondern auch die Bezahlung. So sind sich Bieneck und Sachenbacher über das Ziel einig, dass mit dem EPD die Debatte über die Gründe der Entgeltunterschiede in die Öffentlichkeit getragen werden um ein Bewusstsein für die Problematik zu schaffen, zu sensibilisieren und Entscheider zu mobilisieren, damit sich die Lohnschere schließt.“

Hintergrund:
Entstanden ist der Equal Pay Day in den USA. Die amerikanischen Business and Professional Women (BPW) schufen 1988 mit der „Red Purse Campaign“ ein Sinnbild für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen. Diesen Gedanken griff der BPW Germany auf und startete 2008 die „Initiative Rote Tasche“, die den Grundstein für die bundesweite Einführung des EPD legte. Die Idee der Umrechnung der Lohnlücke in eine anschauliche Zeitspanne, die in ein Kampagnendatum mündet, mobilisierte bereits im ersten Jahr rund 60.000 Aktive und führt bis heute dazu, dass man über Expertenkreise hinaus über die Ursachen der Entgeltungleichheit spricht. Inzwischen findet der EPD in über 20 europäischen Ländern statt.
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