Ausstellungseröffnung "Die Hälfte des Himmels - 99 Frauen und Du"

Prof. Dr. Angela Kolb (links) und Sieglinde Walkow (rechts), erste Sprecherin des Vereins "Frauen helfen Frauen" e.V., beim Gespräch mit Gästen
Bitterfeld-Wolfen: Frauenzentrum Wolfen |

Der Verein „Frauen helfen Frauen“ und der frauenpolitische Runde Tisch des Landkreises Anhalt-Bitterfeld „frauen-macht“ luden am 19. November 2014 zur Ausstellungseröffnung "Die Hälfte des Himmels - 99 Frauen und Du" in das Frauenzentrum Wolfen ein.

Der 25. November ist ein bedeutender und inhaltsträchtiger Tag - es ist der internationale Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“. Neben der, von Terre des Femmes initiierten Fahnenhissung, haben die Veranstalterinnen auch 2014 mit einer besonderen Aktion auf dieses wichtige Thema aufmerksam gemacht, in dem sie die Wanderausstellung „Die Hälfte des Himmels – 99 Frauen und Du“ in Anwesenheit der Kuratorin Annette Schiffmann und der Schirmherrin Prof. Dr. Angela Kolb präsentieren durften. Damit wurde ein Zeichen gesetzt - ein Zeichen, gegen die vielfältigen Formen von Gewalt, denen Frauen im privaten und öffentlichen Raum täglich ausgesetzt sind. Dabei ist die Gewalt keine Privatangelegenheit und keine Ausnahmeerscheinung, sondern ein gesellschaftliches Massenphänomen, welches nicht nur in fernen Ländern zu finden ist, nein, es findet auch in unserer unmittelbaren Umgebung statt. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur „Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland“ belegt, dass jede vierte Frau in ihrem Leben mindestens einmal Gewalt durch einen Lebenspartner erfährt.

Die Ausstellung „Die Hälfte des Himmels – 99 Frauen und Du“ nimmt sich dieses brisanten Themas an und leistet damit bedeutende Aufklärungsarbeit. Dabei werden 99 Frauen mit einem liebevollen und wertschätzenden Blick portraitiert, sie werden als ganze Menschen und nicht als Opfer dargestellt. Eine ungewohnte Methode sich dieser Thematik zu nähern, würde doch jeder Bilder von Gewalt und deren Folgen erwarten, aber es ist eine sehr ermutigende, außergewöhnliche und innovative Herangehensweise, die mehr als beeindruckt.
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