Ausstellungseröffnung "Frauenwiderstand in der DDR"

Die 1. Vorsitzende des Vereins "Frauen helfen Frauen" e.V, Sieglinde Walkow, begrüßt Sieglinde Menge (rechts) und die anwesenden Gäste.
Bitterfeld-Wolfen: Frauenzentrum Wolfen |

Der Verein "Frauen helfen Frauen" e.V. eröffnete am 29. Oktober 2014 die Ausstellung "Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht!" Frauenwiderstand in der DDR. 25 Jahre nach der Friedlichen Revolution erinnert der Verein mit dieser Ausstellung an das Engagement von Frauen für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte. Frau Sieglinde Menge berichtete dabei über ihr persönliches Erleben in dieser Zeit und fesselte die Gäste mit ihrer Geschichte.

Die Plakatausstellung zum Frauenwiderstand in der DDR erzählt „eine Geschichte vom Sprechenlernen, Verantwortung übernehmen, von Solidarität und der Verteidigung der Menschenwürde in einer Gesellschaft, die von Willkür und Lüge beherrscht wurde“. So beschrieb Bärbel Bohley im Rückblick eine Widerstandsgeschichte, die vor nunmehr dreißig Jahren begann. Anfang der 1980er Jahre gründen Frauen im Osten Deutschlands Oppositionsgruppen, die sich DDR-weit vernetzen und mit Protestaktionen die Öffentlichkeit suchen. Sie stellen sich dem SED-Regime entgegen und wehren sich gegen die zunehmende Militarisierung aller Lebensbereiche. Die ostdeutschen Frauen für den Frieden sind damit Teil der europäischen Friedensbewegung. Über Ländergrenzen und Militärblöcke, über den Eisernen Vorhang hinweg verbündet sich eine von Frauen getragene Protestbewegung gegen die atomare Rüstungsspirale. Gleichzeitig drängen Umwelt- und Menschenrechtsfragen nach Antworten, die in der DDR scheinbar gewährte Gleichberechtigung wird hinterfragt, Willkür und Repression werden angeprangert. Es entwickelt sich eine Frauenbewegung in der DDR, die am Entstehen der Bürgerbewegung und der Freiheitsrevolution von 1989 beteiligt ist.

Die Ausstellung kann bis zum 17.11.2014 kostenfrei besichtigt werden.
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