Befähigungskurs für Hospizbegleiter/innen wurde abgeschlossen

Die meisten Menschen möchten nicht alleine sein, wenn sie sterben. Doch nicht immer steht die Familie zur Verfügung. Dann ist es gut wenn es Menschen gibt, die auch einen Sterbenden, der nicht zur Familie gehört begleiten und der Familie, die ins Wanken geraten ist, Halt gibt.
Doch was bedeutet es einen Sterbenskranken Menschen zu begleiten? Diese und viele andere Fragen sind Themen des jetzt zu Ende gegangenen Befähigungskurses.
Es erfordert nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch ein Beschäftigen mit sich selbst und seiner Geschichte, seinem eigenen Verständnis von Sterben, Tod und Trauer. Das kann sehr intensiv sein.
Die Teilnehmer lernen sich selber besser kennen und merken wie schwer es sein kann, nicht mehr selber das Ruder in der Hand zu haben. Das sind unverzichtbare Erfahrungen, um sich in einen sterbenden Menschen hinein fühlen zu können.

Der Kurs gliederte sich in einen Grundkurs, gefolgt von einer Praktikumsphase und einem Vertiefungskurs mit insgesamt 100 Stunden. Zur Weihnachtsfeier der Ehrenamtlichen bekamen nun sechs Teilnehmer im festlichen Rahmen ihr Zertifikat überreicht.

Hier einige Eindrücke der Teilnehmer:

Ich habe mir viel Zeit für die Entscheidung gelassen diesen Weg zu beschreiten.
Bestärkt hat mich vor Beginn der Ausbildung die Beschäftigung mit der Motivationserklärung.
Die Ausbildung ist ein Meilenstein in meinem Leben. Ich habe an Selbstvertrauen gewonnen. Ich habe etwas gelernt, das ich vorher nicht konnte.
Mit einem "Zeitgeschenk" zu den Menschen zu kommen, zu erspüren was dem anderen gut tut, ihm eine "Bühne" zu geben und zuhören können ist die Basis um an dessen Seite in der letzten Phase seines Lebens zu sein.

(R. Wolf)

Im Kurs ist mir bewusst geworden, dass ich genau hier hin gehöre.
Hier darf ich Mensch sein. Authentisch, offen und ehrlich kann ich Mitgefühl und Wertschätzung zeigen.
In der heutigen sehr oberflächlichen Zeit sind das unsagbar große Schätze, aus denen ich meine Kraft schöpfen kann.

(U. Persak)
Im Kurs wurde uns das Thema Sterben und Tot durch Rollenspiele, Gespräche und Gruppenübungen sehr gut näher gebracht.
Ich habe mich in der Gruppe wohl gefühlt, da sich eine wirkliche Vertrautheit in der Gruppe entwickelt hat.
Der Kurs hat uns auch eigene Grenzen gezeigt.

(S. Schnase)

Dieser Kurs „Sterbende begleiten lernen“ war für mich eine Herausforderung und auch eine Bereicherung.
Frau Katrin Butz und Herr Jens-Peter Gast haben dieses sensible Thema sehr gut übermittelt.
In der Gruppe der Kursteilnehmer habe ich mich sehr wohl und auch verstanden gefühlt.
Ich hoffe ich kann Wünsche erkennen, die nicht nur am Anfang stehen.

(Karin Leupolt)

Die Ausbildung zur ehrenamtlichen Sterbebegleiterin nahm ich als eine Bereicherung für mein Leben war.
Ich erfuhr in den einzelnen Kursstunden mehr über meine Bedürfnisse, Wünsche, Interessen, aber auch über meine Grenzen.
Die intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen ICH war eine sehr wohltuende Erfahrung und ermöglicht mir im Alltag ein bewussteres Miteinander.
Durch den Kurs lernte ich meine Ressourcen besser einzuschätzen und das Wissen um mein Können gibt mir Handlungssicherheit, nicht nur bei der Ausübung meines Ehrenamtes, sondern auch in Beruf und Familie.

(J. Becker)


Ich war immer gefordert über mich selbst nachzudenken.
Mit jeder Stunde kam ich zu der Erkenntnis, dass meine Entscheidung für die Sterbebegleitung richtig war.
Wir hatten viel Spaß und das zeigte mir, dass der Tod nicht nur eine ernste Sache ist.

(Kerstin Lepie)

Auch 2017 ist ein neuer Befähigungskurs für Hospizbegleiter/begleiterinnen geplant:
„Für ein Leben bis zuletzt: Sterbende begleiten lernen.“
Weitere Informationen erhalten sie bei Hospiz Wolfen e.V. Str. der Jugend 16 (Mehrgenerationenhaus) in Wolfen Tel.: 03494 7207511
oder 0177 5469667
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Zeitung | Erschienen am 16.02.2017
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6 Kommentare
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Monika Habermann aus Halle (Saale) | 11.02.2017 | 06:55   Melden
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Petra Starost aus Bitterfeld-Wolfen | 11.02.2017 | 16:12   Melden
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SUSANNE MEIER aus Raguhn-Jeßnitz | 11.02.2017 | 18:20   Melden
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Petra Starost aus Bitterfeld-Wolfen | 11.02.2017 | 20:28   Melden
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Katrin Koch aus Friedersdorf | 11.02.2017 | 23:07   Melden
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Petra Starost aus Bitterfeld-Wolfen | 12.02.2017 | 15:06   Melden
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