„Eine der angenehmsten Erfahrungen ist das Leben vor dem Tod“

  Dieses Zitat aus dem Museum für Sepulkralkultur in Kassel war der Einstiegsgedanke für die Festveranstaltung anlässlich des 15 jährigen Bestehens des Ambulanten Hospizdienstes Wolfen e.V. im Saal des Gebäudes 063 des Kulturhauses Wolfen am Samstag, den 23. September 2017.
Unter der Schirmherrschaft der Stadt Bitterfeld-Wolfen hatten wir eingeladen, gemeinsam mit uns, den Mitgliedern des Vereins, dieses Jubiläum in würdiger Form zu begehen.
Als erster richtete der Oberbürgermeister Herr Armin Schenk seine Worte an uns. Er würdigte unsere Arbeit vor allem auch für das Durchhalten über diesen Zeitraum und erwähnte in seinem Grußwort auch die Bereicherung, die der Hospizdienst in seiner eigentlichen Aufgabe und auch im kulturellem Leben unserer Stadt darstellt. Über seinen Scheck von 100 Euro zur Unterstützung haben wir uns natürlich auch gefreut.
Anschließend sprach Frau Kopitzsch von der Koordinierungsstelle für Hospiz-und Palliativversorgung, die extra aus Berlin angereist war, über die Leitsätze der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland. Obwohl unser Verein Zeichner dieser Charta ist, erfuhren wir von ihr auf sehr lebhafte Art noch viel Neues über einerseits den Werdegang der Charta und andererseits über Ansätze für unsere weitere Arbeit.
Eine besondere Freude war es deshalb für uns, dass Frau Dagmar Zoschke – Vorsitzende des Stadtrates Bitterfeld-Wolfen, sowie Mitglied im Ausschuß für Arbeit, Soziales und Integration des Landtages von Sachsen-Anhalt – in ihrer Ansprache auf die Charta einging und sie anschließend als Privatperson unterzeichnete, was ihr im Verlauf der Veranstaltung noch mehrere Gäste nach taten.
Es war uns ein Bedürfnis an diesem Tag, den Mann zu ehren, der die Idee hatte, diesem Verein ans Licht der Welt zu bringen. Unsere Vorsitzende Frau Conny Rasenberger fand die richtigen Worte, um Pater Fritz Biermann zu ehren. In seinem Büro trafen sich am 17. April 2002 motivierte Menschen aus unserer Stadt und legten den Grundstein für unsere Tätigkeit bis zum heutigen Tag.
Auch Frau Dr. Anja Schneider als Geschäftsführerin der Anhaltischen Hospiz-und Palliativgesellschaft und stellvertretende Vorsitzende des DHPV  fand lobende Worte für uns und zeigte uns Schritte für eine noch engere Zusammenarbeit.
Natürlich sollte nicht nur geredet werden. Kulturell bot uns das Kieck-Theater Weimar mit Cornelia Thiele und Thomas Kieck ein literarisches Variete unter dem Titel „ Liebe, Lachen, Tod & Teufel“, welches uns so manches Schmunzeln entlockte.
Das Zörbiger Flötenconsort erfreute das Publikum mit mit perfekt dargebotenen Musikstücken, die einen wunderbaren Rahmen unserer Veranstaltung abgaben.
Es war eine sehr schöne Veranstaltung, bei der es leider nur einen kleinen Wermutstropfen gab. Wir hatten uns viel Mühe gegeben und ca. 300 Gäste eingeladen, leider waren nur knapp 100 anwesend, obwohl zum Beispiel im Vorfeld am Vortag im Fernsehen im MDR noch ein sehr berührender Beitrag über unseren
Verein gesendet wurde und auch die MZ und die lokalen Anzeiger mehrfach auf unsere Veranstaltung hingewiesen hatten. Lag es an der Schwere des Themas, an Berührungsängsten oder mangelnder Zeit? Wir wissen es nicht, aber auch eine noch größere Präsenz und Aufklärung unsererseits wird zu den Zielen, die wir uns ganz im Sinne der Charta setzen, gehören.
Wir danken jedenfalls allen, die uns bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Veranstaltung unterstützt haben, wir danken allen, die da waren und wir danken nicht zuletzt all unseren Mitgliedern und ehrenamtlichen Helferinnen.
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