Internationaler Tag “NEIN zu Gewalt an Frauen“

Bitterfeld-Wolfen: Frauenzentrum Wolfen |

Anlässlich des Internationalen Tages „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ veranstaltete das Frauenhaus Bitterfeld-Wolfen und das Frauenzentrum Wolfen am 25. November 2015 eine Lesung mit anschließender Fahnenaktion.

Der von der UNO seit 1990 offiziell anerkannte Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern MIrabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter vom militärischen Geheimdienst getötet wurden. Sie hatten sich für ein gewa...ltfreies Leben eingesetzt. Der Mut der Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.

Der Verein "Frauen helfen Frauen" e.V. macht seit Jahren auf diesen Tag aufmerksam und widmet sich 2015 dem Thema Vergewaltigung. In Deutschland geschieht alle 68 Minuten eine Vergewaltigung, hauptsächlich sind Frauen und Mädchen davon betroffen. Laut Statistik hat jede 3. Frau in Deutschland schon einmal körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt. Grund genug, dieses Thema in den Mittelpunkt zu rücken. So eröffnete Frau Kerstin Börner die Veranstaltung und übergab das Mikrofon an Frau Prof. Dr. Angela Kolb für ein Grußwort, bevor Frau Susanne Preusker aus ihrem Buch "Sieben Stunden im April - Meine Geschichten vom Überleben" gelesen hat. An ihrem Arbeitsplatz, dem Hochsicherheitsgefängnis in Straubing, wird die Gefängnispsychologin von einem inhaftierten Sexualstraftäter sieben Stunden lang eingesperrt, mit dem Tode bedroht und mehrfach vergewaltigt. Mit viel Einfühlungsvermögen brachte die Autorin dieses Tabuthema den Gästen näher und zeigte, wie sie dieses Trauma überlebt hat. Dabei hat sie allen Betroffenen sehr viel Mut gemacht. Im Anschluss beantwortete Frau Preusker zahlreiche Fragen und stand auch für Signierwünsche zur Verfügung.

Als weiteren Höhepunkt wurden 100 Luftballons von TERRE DES FEMMES e.V. mit dem Slogan „Frei leben – ohne Gewalt“ fliegen gelassen. Zudem haben wir auf das "Hilfetelefon: Gewalt gegen Frauen" aufmerksam gemacht. Ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen!

Ein Dank an dieser Stelle an Susanne Preusker für diese einfühlsame Lesung und den Mut, ihre Geschichte mit uns zu teilen, ebenso an Kerstin Börner für die wundervolle Moderation, Stefan Kubitschek von City-Buch für den Büchertisch und alle unseren vielen Gästen.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Nähere Informationen dazu erhalten Sie unter https://www.demokratie-leben.de
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