Internationaler Tag “NEIN zu Gewalt an Frauen“

Unsere Moderatorin Kerstin Börner eröffnet die Veranstaltung
 
Die Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen hält ein Grußwort
Bitterfeld-Wolfen: Frauenzentrum Wolfen |

Anlässlich des Internationalen Tages „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ haben das Frauenhaus Bitterfeld-Wolfen​ und das Frauenzentrum Wolfen am 23. November 2016 alle Interessierten zu einer Lesung und Fahnenaktion unter der Schirmherrschaft des Landrates Uwe Schulze eingeladen.

In Anwesenheit der Oberbürgermeisterin Petra Wust, den Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen​, Dagmar Zoschke​ und Sebastian Striegel​ begrüßte unsere Moderatorin Kerstin Börner auch viele Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule I Wolfen-Nord und weitere Gäste.

Der Verein "Frauen helfen Frauen" e.V. (Träger des Frauenhauses und Frauenzentrum Wolfen) macht seit Jahren auf diesen Tag aufmerksam und widmet sich 2016 dem Tabu-Thema „Missbrauch in der Familie“. Mehr als jede 10. Frau hat in ihrer Kindheit und Jugend sexuellen Missbrauch erlebt und sehr oft geschieht der Missbrauch innerhalb der Familie. Dazu hat Sabine Bomeier aus ihrem Buch „Lisbeths Traum - oder bloß nicht darüber reden. Missbrauch in der Familie“ gelesen. Lisbeth hatte einen Traum. Sie wollte groß hinaus, eine kultivierte Dame werden. Das war nicht so einfach in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Moralvorstellungen waren streng und eine eigene berufliche Karriere für die meisten Frauen weder erreichbar noch vorstellbar. Aber Lisbeth meinte, in Kurt den Mann gefunden zu haben, der sie aus dem engen Milieu ihres Elternhauses entführen würde. Zunächst schien auch alles ganz nach ihren Wünschen zu verlaufen. Aber diese Ehe entwickelte sich anders als sie es sich erträumt hatte. Kurt zeigte mehr Interesse an der gemeinsamen Tochter als an seiner Frau. Aufkommende Zweifel schiebt Lisbeth dabei ganz weit weg von sich und schlittert damit in eine untragbare Situation. Schonungslos taucht die Autorin dabei in die Welt der Protagonistin und ihrer Familie. Nach der Lesung wurde die Möglichkeit der Autorin Fragen zu stellen sehr rege wahrgenommen.

Anschließend haben wir uns an der bundesweiten Fahnenaktion von Terre des Femmes​ beteiligt. Darüber hinaus haben wir Luftballons mit dem Slogan „Frei leben – ohne Gewalt“ steigen lassen. Damit konnten wir ein Zeichen setzen und auf diesen wichtigen Tag hinweisen. Gewalt in jeglicher Form ist nicht hinzunehmen und nicht zu tolerieren! Betroffene oder Bekannte von Betroffenen können sich an unsere Beratungsstellen wenden und/oder per Telefon unter 03494-31054 anonym Kontakt aufnehmen.

Der von der UNO seit 1990 offiziell anerkannte Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter vom militärischen Geheimdienst getötet wurden. Sie hatten sich für ein gewaltfreies Leben eingesetzt. Der Mut der Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Nähere Informationen dazu erhalten Sie unter https://www.demokratie-leben.de
0

Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Facebook | Erschienen am 25.11.2016
 auf anderen WebseitenSendenMelden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.