Lesung mit Anne Wizorek "Weil ein #Aufschrei nicht reicht" und Ausstellungseröffnung

Wann? 30.03.2015 10:00 Uhr

Wo? Frauenzentrum Wolfen, Fritz-Weineck-Straße 4, 06766 Bitterfeld-Wolfen DE
Anne Wizorek
  Bitterfeld-Wolfen: Frauenzentrum Wolfen |

Der Verein „Frauen helfen Frauen“ e.V. eröffnet am 30. März 2015 um 10 Uhr die Ausstellung „Wer braucht Feminismus?“ mit der Lesung von Anne Wizorek aus ihrem Buch „Weil ein #Aufschrei nicht reicht. Für einen Feminismus von heute“ im Frauenzentrum Wolfen.

Anne Wizorek kommt auf Lesereise nach Sachsen-Anhalt und hat allerlei Fragen im Gepäck: Wer braucht Feminismus? Wie wichtig ist das überhaupt in unserer heutigen Zeit? Und wie tief verankert ist Alltagssexismus?

2013 löste Anne Wizorek mit ihrem Twitter-Hashtag einen riesigen Sturm im Netz aus. Tausende Frauen nutzen #Aufschrei als Ventil, um ihren Erfahrungen mit dem alltäglichen Sexismus Luft zu machen. Der Erfolg der Aktion macht deutlich: Von Geschlechtergerechtigkeit sind wir noch weit entfernt, sexuelle Belästigung und Diskriminierungen bleiben ein brennendes Problem. Darüber hat die Netzaktivistin ein Buch geschrieben, indem sie aufzeigt, dass das Geschlechterverhältnis immer noch ungerecht ist, Geschlechterstereotype unser Leben bestimmen und somit Feminismus weiter unabdingbar machen. Ganz nebenbei räumt sie mit diesem Buch auch mit dem hartnäckigen Klischee auf, dass Feministinnen aggressive Männerhasserinnen sind und dokumentiert Wizoreks Erfahrungen als gefragte Feministin in der heutigen Medienlandschaft.

Nach der Vorstellung des Buches wollen wir gemeinsam mit Anne Wizorek einen Blick auf die derzeitige Situation in Deutschland werfen. Hat sich inzwischen etwas verbessert und wie sieht er aus, der „Feminismus von heute“?

Desweiteren wird an diesem Tag die Ausstellung "Wer braucht Feminismus?" eröffnet. Ziel der Aktion ist es, einen Beitrag zum Imagewandel von Feminismus zu leisten. Seit 2012 sammelt die Kampagne Argumente für die soziale Bewegung, die sich für Frauenrechte und Gleichstellung stark macht. 2014 beteiligten sich auch zahlreiche Menschen aus Halle und Magdeburg an Fotoaktionen. In knapp 2 Jahren sind so über 1.000 ganz individuelle Statements zusammengekommen. Die Ausstellung präsentiert einen Teil davon und möchte mit alten Vorurteilen aufräumen, denn die persönlichen Aussagen zeigen ein Bild fernab des Klischees von Feminismus auf. So möchte erwirkt werden, dass sich die sich die negativen Assoziationen verringern, die Menschen davon abhalten, sich mit Feminismus und damit mit der Verwirklichung von globaler Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen zu identifizieren. Denn wer sich als Feministin oder Feminist bezeichnet, sieht sich auch heutzutage nicht selten mit einer Reihe von Vorurteilen konfrontiert: Männerhass, BH-Verbrennung und weinerlicher Liberalismus sind nur einige von ihnen. Haben diese Klischees wirklich etwas mit Feminismus zu tun? Beschreibt Feminismus nicht einfach nur das Bekenntnis zur politischen, ökonomischen und sozialen Gleichheit der Geschlechter? Doch “Wer braucht Feminismus?” möchte nicht eine einzige ‘offizielle’ Definition von Feminismus abgeben. Wir möchten den Dialog über Feminismus und seine Bedeutung in unserem täglichen Leben anregen, indem wir euch bitten, euer persönliches Argument für Feminismus mit uns zu teilen.
Weitere Informationen: Wer braucht Feminismus?

Die Ausstellung kann vom 30. März bis 20. April 2015 während der Öffnungszeiten (Mo-Do 08-18 Uhr, Fr 08-14:30 Uhr) kostenfrei besichtigt werden.

Dieses Projekt erfolgt in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt.
0
 auf anderen WebseitenSendenMelden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.