„NEIN zu Gewalt an Frauen“ – BMB unterstützt internationalen Gedenktag

 
Am 23.11.2017 führte "frauen-macht" eine Aktion anlässlich des Gedenktages durch. Auch der BMB war dabei vertreten.
BMB spricht sich gegen Gewalt an Frauen und Mädchen aus und fokussiert vor allem weibliche Personen mit Behinderungen

Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat viele Erscheinungsformen und nicht alle sind immer auf den ersten Blick auch als Gewalt zu erkennen. Es gibt die körperliche Gewalt, wie zum Beispiel Schlagen, Treten, Vorenthalten von Nahrung oder Schlafentzug. Die psychische Gewalt kann in Form von Drohung, Nötigung, Belästigung, Terrorisierung, Stalking, Beleidigung oder Erzeugen von Abhängigkeitsverhältnissen auftreten. Und es gibt die sexualisierte Gewalt, wie Vergewaltigung, sexuelle Übergriffe und sexualisierte Belästigungen. Alle Formen haben eine Gemeinsamkeit: Sie erzeugen körperliche und seelische Folgen für die Opfer.

Jede vierte Frau im Alter von 16 bis 85 Jahren wurde bereits einmal in ihrem Leben von ihrem Lebensgefährten oder Ex-Lebensgefährten misshandelt. Häusliche Gewalt ist sowohl körperlich als auch seelisch besonders belastend, weil sie zu Hause stattfindet – an einem Ort, der eigentlich Schutz und Geborgenheit vermittelt und von einem Menschen ausgeht, dem man vertraut. Eine wichtige Anlaufstelle für von Gewalt betroffene Frauen sind Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser. Das deren Existenz selbstverständlich und dauerhaft gesichert sein sollte, ist für die Mitglieder des BMB unerlässlich.

Vor allem Frauen und Mädchen mit Behinderung(en) erleben sehr oft Gewalt und sind häufiger betroffen als weibliche Personen ohne Behinderung. Eine Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat herausgefunden, dass Frauen mit Behinderungen 2- bis 3-mal so oft wie Frauen ohne Behinderungen sexuelle Gewalt erlebt haben. Doppelt so oft haben sie körperliche Gewalt erfahren und auch in Hinsicht seelischer Gewalt ist eine erhöhte Betroffenheitsrate zu verzeichnen. Der Beirat für Menschen mit Behinderungen des Landkreises Anhalt-Bitterfeld möchte mit dem internationalen Gedenktag explizit auf diese Problematik hinweisen und die Zivilgesellschaft sowie die Politik dafür sensibilisieren. Im Landkreis wurde eine Aktion vom frauenpolitischen runden Tisch "frauen-macht" in Sandersdorf-Brehna am 23.11.2017 organisiert, zu dem auch zwei Mitglieder des BMB zugegen waren. Der BMB unterstützt und begrüßt diese Aktion. „Frei Leben“ steht auf der Fahne von Terre des Femmes…ein Kredo, was wir allen Frauen und Mädchen auf der Welt wünschen, unabhängig von Herkunft, Alter und Behinderung.

Der von der UNO seit 1990 offiziell anerkannte Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter vom militärischen Geheimdienst getötet wurden. Sie hatten sich für ein gewaltfreies Leben eingesetzt. Der Mut der Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.

Die Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ ließ am 25. November 2001 zum ersten Mal die Fahnen wehen, um an diesem Gedenktag ein visuelles Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen zu setzen. Zu diesem Zweck entwickelte die Organisation eine farbenfrohe Fahne. Die abgebildete Frauenfigur und der Slogan „frei leben – ohne Gewalt“ symbolisieren ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und freies Leben von Mädchen und Frauen weltweit.
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