„Neue Heimat – meine Heimat?! Beispiele für gelungene Integration im Landkreis Anhalt-Bitterfeld“

Bitterfeld-Wolfen: Frauenzentrum Wolfen |

Mit dem Projekt „Neue Heimat – meine Heimat!? Beispiele für gelungene Integration im Landkreis Anhalt-Bitterfeld“ möchte der Verein „Frauen helfen Frauen“ e.V. ein Bewusstsein für andere Kulturen und dessen Menschen durch Aufklärung und Begegnungen schaffen. „Damit wollen wir einen Beitrag gegen vorherrschende Vorurteile, rechtsextremistisches Gedankengut gegenüber Migranten und fremdenfeindliches Handeln leisten“, so Tina Meinhardt, eine der Projektkoordinatorinnen.

Das Hauptaugenmerk des Projektes liegt darin, Integration aus Sicht von Migranten darzustellen. Was bewegt Menschen dazu, ihre Heimat, ihre Freunde und teilweise Familien zu verlassen um nach Deutschland zu kommen? Wie wurden sie in Deutschland und explizit im Landkreis aufgenommen? Womit hatten oder haben sie noch zu kämpfen? Diese und weitere Fragen werden an zwei Familien mit Migrationshintergrund gerichtet. „Wir lassen die zu Wort kommen, die es selbst erlebt haben und schaffen somit einen sehr persönlichen und individuellen Zugang zu der Thematik“, erklärt Meinhardt. Die Ergebnisse der Interviews werden zusammen mit aktuellen regionalen Statistiken in einer Ausstellung präsentiert, die als Wanderausstellung konzipiert ist, so dass eine sinnvolle Nachhaltigkeit geschaffen wird.

Bei Aktionstagen und Workshops werden sich Schülerinnen und Schüler der „Adolf Diesterweg“ Schule aus Roitzsch und der Sekundarschule I Wolfen-Nord an dem Projekt beteiligen. Mit „Wir kochen über den Tellerrand“ nehmen wir an der interkulturellen Woche des Landkreises Anhalt-Bitterfeld teil. Hier geht es neben der gemeinsamen Zubereitung landestypischer Gerichte von und mit Migranten vor allem um das Kennenlernen einer anderen Kultur, eines unbekannten Landes und interessanter Menschen. „Wir möchten Begegnungen fördern und zum Austausch und zur Offenheit motivieren. Das heißt, mit offenen Augen sein Lebensumfeld wahrnehmen, den Menschen neben sich mit seiner Individualität und Geschichte kennenlernen und sich auf Neues einlassen. Durch die Begegnungen und den Kontakt entwickelt sich ein besseres gegenseitiges Verständnis und es trägt dazu bei Vorurteile abzubauen“, sagt Sandy Bieneck, welche mit Meinhardt das Projekt zusammen leitet. Wer an dem Projekt mitarbeiten möchte oder Fragen dazu hat, kann sich gern jederzeit im Frauenzentrum melden.

Das Projekt „Neue Heimat – meine Heimat!? Beispiele für gelungene Integration im Landkreis Anhalt-Bitterfeld“ wird im Rahmen des Bundesprogramms TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Nähere Informationen dazu erhalten Sie unter www.toleranz-fördern-kompetenz-stärken.de
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