Politik hautnah - Ministerin Keding zu Besuch beim "frauenpolitischen Frühstück"

  Bitterfeld-Wolfen: Frauenzentrum Wolfen |



Der heutige Start unserer neuen Veranstaltungsreihe "Frauenpolitisches Frühstück" war ein voller Erfolg. Über 30 Personen kamen ins Frauenzentrum um mit Frau Anne-Marie Keding, Ministerin für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, ins Gespräch zu kommen.

Die Freude war ebenso groß, dass unser Oberbürgermeister Armin Schenk unserer Einladung folgte und an unserer Veranstaltung teilnahm. In seinem Grußwort sprach er über die Historie des Frauenwahlrechts und die aktuelle Situation von Frauen, insbesondere in der Stadt Bitterfeld-Wolfen. Nachdem Frau Keding ihren Weg in die Politik erklärte, gab es in entspannter und gemütlicher Runde viele Fragen der Gäste. Dabei sind immer wieder Schlagwörter wie "Vereinbarkeit", "Elterngeld", "Politiker*Innen-Image" und "Frauenbild" gefallen. Wie lassen sich Familie, Politik und Beruf vereinbaren? Müssen sich Frauen an die Berufswelt anpassen oder die Berufswelt an Frauen bzw. die erforderlichen Bedürfnisse? Weshalb gibt es keine paritätische Verteilung von Elternzeit? Wie lassen sich (junge) Frauen für politisches Engagement gewinnen und welche Hindernisse gibt es? Es gab viele Fragen und viele interessante Antworten, Lösungsansätze und Erklärungen. Einig waren sich Alle: es bedarf einen Umdenkprozess und einer Weiterentwicklung....und dafür packen täglich viele engagierte Frauen und Männer an. Gemeinsam können wir viel erreichen, lasst uns weiter dafür agieren!

Die Veranstaltungsreihe wurde anlässlich 100 Jahre Frauenwahlrecht konzipiert. Im November 1918 erhielten die Frauen gegen heftige Wiederstände das aktive und passive Wahlrecht. Eine feministische Emanzipationsgeschichte, ein leidenschaftlicher Prozess, der hartnäckig und zäh bis heute weitergeführt wird, denn trotz dieser formalen Gleichberechtigung stoßen Frauen auch heute noch immer auf Barrieren. Sie sind in gesellschaftlichen Führungspositionen in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft nach wie vor unterrepräsentiert. Auch Mädchen und junge Frauen sehen sich oft mit geschlechtstypisch zugewiesenen Lebensstrukturen und Berufen konfrontiert. So wird ihnen zum Bespiel der Berufswunsch einer Tischlerin aufgrund des Geschlechts abgesprochen.

Bei dem Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht darf der Name Elisabeth Selbert nicht fehlen. Sie ist eine der vier "Mütter des Grundgesetzes" und kämpfte mit Hilfe von außerparlamentarischen Frauenverbänden und der Öffentlichkeit seit 1949 darum, den Artikel 3 im Grundgesetz zu verankern: "Männer und Frauen sind gleichberechtigt." Erst 1994 folgten die Ergänzung und das Bekenntnis zur Gleichberechtigung von Männern und Frauen. "Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin."

Für unsere Demokratie in Deutschland ist das Frauenwahlrecht eine zentrale Errungenschaft. Darum ist es uns wichtig, dass das Jubiläum 100 Jahre Frauenwahlrecht sichtbar wird.

Ein herzliches DANKE an Frau Ministerin, Herrn Oberbürgermeister, dem Kreistagsmitglied Bettina Kutz, den zwei Stadträtinnen Christa Blath und Christel Vogel, der SPD-Vertreterin Diana Bäse, der Frauen Union Anhalt -Bitterfeld und allen Gästen für diese wundervolle Veranstaltung.
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