Stadtrundgang der besonderen Art

Bitterfeld-Wolfen: Frauenzentrum Wolfen |



Anlässlich der „Woche des Sehens“ lud der Verein "Frauen helfen Frauen" am 18. Oktober 2017 zu einem "Ungesehenen Stadtrundgang" ein.

Wie erlebt ein Mensch mit Sehbehinderung den Stadtteil Wolfen-Nord? Welche Orte gefallen ihm und warum? Welche Barrieren gibt es, wenn man nicht oder nur wenig sehen kann? Diese und weitere Fragen beantworteten Lutz Kircheis vom Blinden- und Sehbehindertenverband Bezirksgruppe Elbe/Mulde und Ekaterina Kolitscher, Rehabilitations-Lehrerin in Orientierung und Mobilität für Blinde und Sehgeschädigte.

Über 30 Teilnehmer*innen beteiligten sich an diesem Stadtrundgang der besonderen Art durch Wolfen-Nord. Mit dabei waren u.a. auch Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule I Wolfen-Nord, Andreas Leutloff vom "Blickpunkt Auge", Mitarbeiter der Stadt Bitterfeld-Wolfen, Felix Liersch, örtlicher Teilhabemanager des Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Anja Sachenbacher, Gleichstellungsbeauftragte des LK, Peggy Freitag von der WBG und weitere interessierte und teilweise betroffene Einwohner*innen.

Neben Informationsmaterial und Tastsäckchen gab es auch Simulationsbrillen, die aufgesetzt werden konnten. Eine Sensibilisierung, wie Menschen mit Seheinschränkungen die (Um-)Welt erleben und mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben, ist sehr wichtig. Im Hinblick auf die UN-Behindertenrechtskonvention und den Lokalen Aktionsplan des Landkreises ist Inklusion das erstrebenswerte Ziel und dem wollen wir mit dieser Veranstaltung genüge tun.

Der Rundgang brachte Positives zum Vorschein, so die Umstrukturierung der Dessauer Allee mit dem Kreisel, aber auch Negatives, wie unebene Fußwege, lockere Gehwegplatten, fehlende Bodenmarkierungen und ungünstig stehende Straßenschilder. Die Mitarbeiter der Stadt Bitterfeld-Wolfen notierten die Probleme und versuchen Abhilfe zu schaffen.

Die "Woche des Sehens“ findet in diesem Jahr bereits zum 16. Mal statt und ist eine bundesweite Informationskampagne. „Das Ziel im Blick“ ist das Thema in 2017 und erfolgt unter der Schirmherrschaft der bekannten Fernsehjournalisten Gundula Gause. In dieser Woche machen verschiedene Organisationen im Oktober gemeinsam auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Lage von blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland und den Entwicklungsländern aufmerksam.
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