Veranstaltung zum Europäischen Protesttag am 4. Mai

Wann? 04.05.2016 14:00 Uhr bis 04.05.2016 16:30 Uhr

Wo? Frauenzentrum Wolfen, Fritz-Weineck-Straße 4, 06766 Bitterfeld-Wolfen DE
  Bitterfeld-Wolfen: Frauenzentrum Wolfen |

Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen veranstaltet der Beirat für Menschen mit Behinderung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld (BMB) gemeinsam mit dem Kreisvorstand Anhalt-Bitterfeld des Sozialverbandes Deutschland e.V. und dem Verein „Frauen helfen Frauen“ e.V.

am 04. Mai 2016
von 14:00 bis 16:30 Uhr
im Frauenzentrum Wolfen eine Fachveranstaltung zu dem Thema:

"Entstehung, Bedeutung und Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention unter besonderer Würdigung der Rechte von Frauen mit Behinderung."

Als Referentin wird Frau Edda Schliepack erwartet. Sie ist Mitglied des Präsidiums des Bundesvorstandes und die Bundesfrauensprecherin des Sozialverbandes Deutschland e.V. und arbeitet seit Jahren in dem Bereich „Gleichstellung von Frauen und Männer“.

Die UN-Behindertenrechtskonvention, die 2008 in Kraft getreten ist und im Jahr 2009 in Deutschland ratifiziert wurde, trägt u.a. der hohen Gewaltbetroffenheit von Frauen mit Behinderung Rechnung. So enthält es einen spezifischen Artikel zu Frauen mit Behinderung (Artikel 16) sowie einen Artikel zur Freiheit von Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch. Auch der regionale Aktionsplan unseres Landkreises berücksichtigt die Problemlage und würdigt die spezifische Lage von Frauen im entsprechenden Umfang in seinen Ausführungen.

Frauen mit Behinderung erleben besonders häufig (sexualisierte) Gewalt in ihrem Leben. Das EU-Parlament geht davon aus, dass 80% der Frauen mit Behinderung bereits Gewalt erlebt haben. Sie seien doppelt so häufig betroffen wie nichtbehinderte Frauen. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte repräsentative Studie „Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland“ aus dem Jahr 2012 bestätigt die hohe Gewaltbetroffenheit. Frauen mit unterschiedlichen Behinderungen waren im Lebensverlauf allen Formen von Gewalt deutlich häufiger ausgesetzt als Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt. Frauen haben zudem oft mit Diskriminierungen vielfältiger Art und Weise zu tun. Wie ist nun in diesem Kontext die Entstehung, Bedeutung und Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention unter besonderer Würdigung der Rechte von Frauen mit Behinderung zu sehen? Hierüber wird die Fachveranstaltung Aufschluss geben und weitere Impulse setzen.

Der Protesttag wurde 1992 von den Interessenvertretungen Selbstbestimmt Leben Deutschland (ISL) ins Leben gerufen und findet jährlich am 05. Mai statt. Ziel dieses Aktionstages ist es, auf die Situation von Menschen mit Behinderung in Deutschland aufmerksam zu machen und sich dafür einzusetzen, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können. Es geht darum, die Kluft zwischen dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichberechtigung für alle Menschen und der Lebenswirklichkeit Stück für Stück zu überwinden. Dies möchten auch der BMB und seine Kooperationspartner mit dieser Veranstaltung bewirken.

Alle Interessierte sind herzlich eingeladen.
Der Eintritt ist kostenlos.
Um eine vorherige Anmeldung unter 03494-21005 wird gebeten.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Zeitung | Erschienen am 16.04.2016
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